Schule in Freudenstadt
: Kepler-Gymnasium will Periode enttabuisieren

Spender gefüllt mit kostenlosen Menstruationsartikeln hängen nun in den Damentoiletten der Freudenstädter Schule.
Von
(red/pm)
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Clarissa Weyhersmüller, Bernd Günter, Natalie Stasiak, Hermann Kaupp und Laura Wolff (von links) mit den Spendern

Hornberger

Ab sofort gibt es Spender mit kostenlosen Menstruationsartikeln in den Damentoiletten des Kepler-Gymnasiums Freudenstadt. Das geht aus einer Pressemitteilung der Schule hervor. Möglich sei die Anschaffung durch die Unterstützung der Volksbank Freudenstadt und des Fördervereins der Schule geworden.

Die Spender seien jetzt offiziell an die Schule übergeben worden, heißt es weiter. Die Initiative gehe auf eine Anregung aus der Schülerschaft zurück. „Viele Mädchen und junge Frauen sind schon einmal in die Situation gekommen, unerwartet ihre Periode zu bekommen. Wir wollten eine unkomplizierte Lösung finden, die niemanden in Verlegenheit bringt“, wird eine Sprecherin der Schülerinnen zitiert. Ziel sei es, das Thema zu enttabuisieren und allen einen niederschwelligen Zugang zu Hygieneartikeln zu ermöglichen.

Für den Notfall

Auch die Schule begrüße das Engagement: „Wir sind stolz, dass unsere Schülerinnen dieses wichtige Thema aufgegriffen haben.“ Gedacht seien die Spender für den Notfall.

Die Anfänge des Projekts reichen zurück auf die ehemalige Abiturientinnen Melissa Krampf und Angelina Vogel, die sich während ihrer Schulzeit für die Sache eingesetzt hatten. Nun wurde ihr Anliegen Wirklichkeit – zur Freude der gesamten Schulgemeinschaft, wie es heißt. „Das ist ein starkes Signal. Wir unterstützen die Schule gerne bei dieser wichtigen Sache“, wird Bernd Günter von der Volksbank Freudenstadt zitiert. „Es ist ein kleiner Schritt, der im Alltag aber viel bewirken kann.“ Der Förderverein des Kepler-Gymnasiums beteiligte sich ebenfalls finanziell. „Das ist eine wichtige Sache und ich freue mich, dass der Förderverein hier einen Beitrag leistet“, so der Vorsitzende Martin Seid. Als Ansprechperson für das Projekt steht Biologielehrerin Clarissa Weyhersmüller zur Verfügung.

Zeichen für Offenheit und Zusammenhalt

Mit den neuen Spendern setze das Kepler-Gymnasium ein sichtbares Zeichen für Offenheit und Zusammenhalt – und zeige, dass eine gute Idee aus der Schülerschaft mit vereinten Kräften Wirklichkeit werden kann.

Der KreisLetter
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Kreis Freudenstadt Montag bis Samstag im kompakten Überblick.