„Ourhahn“ in Freudenstadt
: Aus Leerstand wird „cooles“ Seminarhaus

Der neue „Ourhahn“ in Zwieselberg bietet beides: Hämmern des Spechts und Breitband-Internet.
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(red/pm)
Oberndorf
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Draußen hämmert der Specht, innen stehen Designermöbel für Abende in Clubatmosphäre: Oberbürgermeister Adrian Sonder (links) und Wirtschaftsbeauftragte Elka Latscha mit David Vamosi und Benjamin Vamosi (rechts) im „Ourhahn“ auf dem Zwieselberg.

Rath/Stadtverwaltung

Mit dem „Ourhahn“ auf dem Zwieselberg hat Freudenstadt nicht nur ein exklusives Seminarhaus bekommen, sondern auch ein Tagungs- und Übernachtungshaus mit einem Konzept, das es so in der Stadt noch nicht gab, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Graue Schindelfassade und moderne Ausstattung, leistungsfähiges Internet bei gleichzeitiger Ruhe – das Haus und der Standort sind außergewöhnlich. Im kleinsten Stadtteil, Mitten im Wald und praktisch komplett verkehrsberuhigt, haben die Brüder Benjamin und David Vamosi ein besonderes Retreat- und Ferienkonzept in einem Schwarzwald-Idyll umgesetzt, das bislang bevorzugt Gäste aus den Ballungsräumen anlockt.

Buchbar seit Januar

Oberbürgermeister Adrian Sonder und Elke Latscha, Wirtschaftsbeauftragte der Stadt, ließen sich das Konzept erklären.

Seit Januar kann das „Ourhahn“ gebucht werden, die ersten Gruppen ließen laut Mitteilung nicht lange auf sich warten. Mitarbeiter von Konzernen aus dem Raum Stuttgart seien bereits da gewesen, um Tagungen zu veranstalten. 30 bis 40 Reservierungen liegen laut Stadt für dieses Jahr bereits vor.

Eine Marke mit Strahlkraft

Das Konzept passe hervorragend zu Freudenstadt und seinem Motto „innen Stadt, außen wild“, so Sonder. Außerdem sei der Schwarzwald als Standort eine Marke mit internationaler Strahlkraft. Damit könnten die Seminarteilnehmer aus dem In- und Ausland etwas anfangen.

Details an der Fassade

Foto: Rath/Stadtverwaltung

Das „Ourhahn“, einst der traditionsreiche Gasthof Auerhahn mit Postkutschenstation, später eine Reha-Einrichtung, hatte zuletzt mehrere Jahre leer gestanden. Das Brüderpaar aus Vaihingen an der Enz, das weitere Häuser in Frankfurt und dem Schwarzwald betreibt, hat daraus etwas Besonderes geschaffen: ein flexibles Haus mit ursprünglichem Flair, 28 Zimmern mit Hotelstandard und je eigenem Bad sowie Tagungs- und Freizeiträumen. Anderthalb Jahre waren sie mit dem Umbau und der Renovierung des Komplexes beschäftigt, dessen einzelne Gebäudeteile aus den Jahren zwischen 1890 und 1970 stammen.

Eigenes Backhaus und ein gemauerter Grill

Gebucht werden kann es von Gruppen, beispielsweise Unternehmen, oder für Familienzusammenkünfte. Eine Besonderheit: Es gibt zwar eine Großküche mit Kühlzelle, dazu ein eigenes Backhaus und einen gemauerten Grill im Garten. Für die Verköstigung sind die Gäste aber selbst verantwortlich. „Wir haben Lieferanten wie Bäckereien und Caterer, mit denen wir zusammenarbeiten und die wir gerne vermitteln“, so David Vamosi.

Gerade bei Gruppen aus Unternehmen, die etwa mehrtägige Team-Sitzungen einberufen oder Relaunches planen, komme das gut an. „Seit Corona arbeiten viele Teammitglieder oft vom Homeoffice aus und haben sich persönlich noch gar nicht kennengelernt. Das können sie hier bei uns nachholen. Wenn man nach dem offiziellen Tagesprogramm zusammen kocht oder grillt, schweißt das zusammen“, so Benjamin Vamosi.

Die Idee ist es, einen Ort zu bieten, der „cool“ ist und den Raum eröffnet, „eine gute Zeit zu haben“.

Stadt im Aufwärtstrend

Die lebendige Innenstadt von Freudenstadt sei hervorragend und trage zum Erfolg des „Ourhahn“ bei. „Dazu der Schwarzwald, das ist schon mega“, so Benjamin Vamosi.

„Freudenstadt befindet sich im Aufwärtstrend und hat weiteres Potenzial, das wir nutzen wollen“, so Sonder.

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