Ortschaftsrat Igelsberg
: Gremium wählt eine Frau an die Spitze

Igelsberg soll eine Ortsvorsteherin bekommen. Der neue Ortschaftsrat sprach sich in seiner konstituierenden Sitzung dafür aus, Daniela Niendorf mit dieser Aufgabe zu betrauen. Sie wurde in offener Abstimmung gewählt.
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(red/pm)
Oberndorf
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Der neue Igelsberger Ortschaftsrat mit der Spitze der Stadtverwaltung (von links): Oberbürgermeister Adrian Sonder, Tobias Ditlevsen, Rudolf Knoll, Philipp Mast, Rainer Seid, Daniela Niendorf, Levin Gühring, Martin Schwarz, Felix Schneider, Anke Brauch, der scheidende Ortsvorsteher Fritz Mast und Bürgermeister Wolfgang Fahrner.

Stadtverwaltung/Ammer

In der konstituierenden Sitzung des Ortschaftsrats Igelsberg, über die die Stadtverwaltung in einer Mitteilung informiert, wurden auch die beiden designierten stellvertretenden Ortsvorsteher, Rainer Seid und Tobias Ditlevsen, in offener Abstimmung gewählt.

Oberbürgermeister Adrian Sonder begrüßte das Ergebnis: Mit Daniela Niendorf würde es zum ersten Mal in Igelsberg eine Ortsvorsteherin geben. „Das würde mich sehr freuen, denn wir brauchen starke Frauen an vorderster Stelle in der Kommunalpolitik“, so Sonder. Der Gemeinderat muss der Wahl noch seine Zustimmung geben.

Der bisherige Ortsvorsteher Fritz Mast hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Er führt das Amt geschäftsführend bis zur betreffenden Sitzung des Gemeinderats weiter, in der die Wahlen der Ortsvorsteher aller Stadtteile endgültig abgesegnet werden sollen.

Urkunden und Geschenke

Für die Stadt nahm neben Oberbürgermeister Sonder auch Bürgermeister Wolfgang Fahrner an der konstituierenden Sitzung teil. Sie würdigten den Einsatz für die Dorfgemeinschaft und die Gesamtstadt, den die ausscheidenden Ortschaftsräte geleistet hatten. Sonder und Fahrner übergaben Urkunden und Geschenke.

Verabschiedungen im Ortschaftsrat (von links): Oberbürgermeister Adrian Sonder, Richard Ziefle, Sarah Tischer, Ortsvorsteher Fritz Mast und Bürgermeister Wolfgang Fahrner. Ebenfalls verabschiedet wurde Bernd Seid.

Foto: Stadtverwaltung/Ammer

Richard Ziefle, 20 Jahre lang im Amt und zweiter stellvertretender Ortsvorsteher, erhielt die Ehrennadel des Gemeinde- und Städtetags. Ziefle, Zimmermeister im Ruhestand, ist federführendes Mitglied der „Rentnertruppe Igelsberg“, war lange im Vorstand der Sportfreunde und 20 Jahre lang als Feuerwehrkommandant im Ort engagiert. Ortsgeschichte und -gestaltung sind laut der Mitteilung seine weiteren Interessen.

Als Handwerksmeister kümmerte er sich auch um den Erhalt von Gebäuden, Einrichtungen, Hütten und Sitzbänken, heißt es weiter. Der heute 70-Jährige schuf auch den „Bücherbaum“ aus einem alten Holzstamm.

Guter Draht für Jugend

Zehn Jahre lang gehörte Bernd Seid dem Gremium an. Auch er brachte sich in weiteren Ehrenämtern im Dorf ein, so bei der Feuerwehr, dem Posaunenchor und den Sportfreunden. „Außerdem hatte er einen guten Draht zur Dorfjugend“, so der Oberbürgermeister. Als Organisationstalent ist Seid regelmäßig in Veranstaltungen, bei Festen und Wanderungen in Igelsberg eingebunden, so die Stadtverwaltung weiter.

Mit Ideen unterwegs

Ebenfalls sportlich und mit Ideen unterwegs sei Sarah Tischer. Die Betreiberin der „Black Forest Lodge“ und Buchautorin setzt sich laut der Mitteilung für Naturbelange und Tourismus ein, ist aktiv bei den Sportfreunden und in der Läufergruppe im Ort. Sie hat die Internetseite von Igelsberg gestaltet. Sie will die Seite auch künftig betreuen und aktualisieren. Außerdem plant sie Wanderrouten in und um Igelsberg, setzte sich für die Tempo-30-Zone in der Hauptstraße sowie die Verkehrsberuhigung im Ort ein und initiierte den „Bücherbaum“.

Fritz Mast war bereits zuvor in einer Sitzung des Gemeinderats für 20 Jahre Engagement als Ortschaftsrat in Igelsberg mit der Ehrennadel des Gemeinde- und Städtetags ausgezeichnet worden. Neun Jahre lang war er Ortsvorsteher.

Dem neuen Ortschaftsrat gehören Tobias Ditlevsen, Rudolf Knoll, Philipp Mast, Rainer Seid, Daniela Niendorf, Levin Gühring, Martin Schwarz, Felix Schneider und Anke Brauch an. Sonder und Fahrner wünschten ihnen viel Erfolg bei der neuen Aufgabe und boten eine gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung an.

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