Neuer Orthopäde in Freudenstadt
: Wieder zurück in der „alten Heimat“

Der Orthopäde und Unfallchirurg Florian Kiefer praktiziert seit 1. Oktober in der Praxis Ralf Ramsperger im Ärztezentrum in Freudenstadt.
Von
Monika Schwarz
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Florian Kiefer ist mit seiner Frau und den drei Kindern nach Freudenstadt zurückgekehrt.

Praxis Ralf Ramsperger

Für Florian Kiefer (45) ist Freudenstadt kein unbekanntes Terrain. Hier ist er aufgewachsen und an der Luise-Büchner Schule hat er sein Abitur gemacht. Auch seine ebenfalls aus Freudenstadt stammende Frau Angela hat Kiefer hier kennengelernt. Die Rückkehr in ihre „alte Heimat“ mit den inzwischen drei Kindern im Alter von elf, neun und sechs Jahren war für beide ein Herzenswunsch.

Spezialist für schwere Fälle

Nach dem Abitur ging es für Kiefer aber zunächst zum Medizinstudium an die Technische Universität in Dresden, wo er nach Beendigung des Studiums auch erste berufliche Erfahrungen als Assistenzarzt an der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie sammelte. Danach wechselte der junge Mediziner zum Klinikum Mittelbaden in Baden-Baden/Rastatt und in das Städtische Klinikum in Karlsruhe, wo er seine Facharztausbildung zum Orthopäden und Unfallchirurgen erfolgreich beendete. Kiefer hat sich darüber hinaus zum „speziellen Unfallchirurgen“ weitergebildet. Ein solcher ist in der Lage, auch Schwerstverletzte und komplexere Fälle wie Wirbelsäulen- oder Beckenfrakturen kompetent zu behandeln.

Erfolgreich beworben

„Die Kombination aus Medizin und Handwerk hat mir schon immer besonders gut gefallen“, begründet Kiefer die von ihm gewählte medizinische Fachrichtung. Weil er schon immer den Wunsch hatte, bei passender Gelegenheit nach Freudenstadt und damit die Nähe der Eltern beziehungsweise Großeltern zurück zu kehren, hat sich Kiefer auf eine zu seiner Fachrichtung passende Oberarztstelle im Freudenstädter Krankenhaus beworben – mit Erfolg.

Im Frühjahr 2022 folgte der Umzug. Kiefer arbeitete fortan im Klinikum für Unfallchirurgie und orthopädische Chirurgie unter der Leitung des ehemaligen Chefarztes Benjamin König und dessen Nachfolgerin Susanne Altug. Als sich über den Kontakt zu Ralf Ramsperger die Möglichkeit ergab, in dessen Praxis mit einzusteigen, hat Kiefer nicht lange überlegt und die Arbeit im Krankenhaus auf die Hälfte reduziert.

Immer weniger Orthopäden

„Patienten, die ich im Krankenhaus operiere, treffe ich hier bei der Nachbehandlung wieder“, benennt Kiefer einen der Vorteile des Modells. Darüber hinaus sei es so auch etwas leichter für ihn, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Kiefer wirkt mit seiner Tätigkeit dem bestehenden und aufgrund der Altersstruktur weiter steigenden Mangel an Orthopäden und Unfallchirurgen im Landkreis ein Stück weit entgegen.

Mit seiner Familie wolle er in Freudenstadt bleiben und die medizinische Versorgung vor Ort im Rahmen seiner Möglichkeiten sicherstellen, betont Kiefer. Auch Ehefrau Angela hat am neuen Wohnort beruflich Fuß gefasst. Sie arbeitet als Pharmazeutin in einer Apotheke.

Seine Tätigkeitsschwerpunkte umfassen unter anderem die klassische, konservative Orthopädie sowie Knie -und Hüft-Endoprothetik, den Bereich der Kinderorthopädie, ambulante und stationäre Operationen, Akupunktur, Chiro- und Stoßwellentherapie sowie die Betreuung von Breiten-und Leistungssportlern.

Selbst sportlich unterwegs

Der Sport – Radfahren, Joggen oder Wandern – gehört, sofern es die Zeit zulässt, auch zu Kiefers bevorzugten Freizeitbeschäftigungen. „Als Orthopäde sollte man sportlich ja schon auch selbst etwas machen“, sagt er und lacht. Und im Schwarzwald sei das definitiv einfacher als in der Stadt.

Der KreisLetter
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Kreis Freudenstadt Montag bis Samstag im kompakten Überblick.