Neue Wege am Klinikum
: Diese Behandlung gibt es jetzt in Freudenstadt

Susanne Atug, neue Leiterin der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie, erweitert das Behandlungsspektrum am Klinikum Landkreis Freudenstadt.
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(red/pm)
Oberndorf
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Susanne Atug ist die neue Leiterin der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie am Klinikum Landkreis Freudenstadt.

KLF

Mit der neuen Chefärztin hat sich das Leistungsspektrum am Klinikum erweitert. „Die beste Wahl“, lautet das Fazit von Susanne Atug nach den ersten Monaten am Klinikum Landkreis Freudenstadt laut einer Mitteilung der Krankenhäuser Landkreis Freudenstadt gGmbH (KLF). „Ich bin sehr gut aufgenommen worden, der Wechsel lief nahtlos und die Patienten haben schnell Vertrauen gefasst.“

Im Lebenslauf der 54-jährigen Chirurgin aus Nordrhein-Westfalen finden sich Stationen in Ballungsräumen und an privat getragenen Kliniken. Für das ländliche Freudenstadt mit seinem kommunal getragenen Klinikum hat sie sich ganz bewusst entschieden.

Klinikum hat besondere strategische Lage

Drei Dinge hatten für Freudenstadt den Ausschlag gegeben. Zum einen die Landschaft, die für den Naturmensch Susanne Atug bis heute das i-Tüpfelchen ist. Ausschlaggebend waren aber die kommunale Trägerschaft sowie die gute Infrastruktur des Klinikums. Die Leiterin der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie hat erlebt, was es bedeutet, wenn Krankenhäuser den Fokus auf Gewinnorientierung legen oder Patienten wie Ärzte in einem anonymen Massenbetrieb zur Nummer werden, heißt es in der Mitteilung. „Aber im ländlichen Raum hat die medizinische Versorgung noch mal eine ganz andere Bedeutung für die Menschen“, wird Atug zitiert.

Mit Blick auf die Krankenhausreform meint Susanne Atug, Freudenstadt habe „eine besondere strategische Lage“ Die nächsten Kliniken seien weit weg. „Das macht das Klinikum vor allem bei vitalbedrohlichen Erkrankungen wichtig“, wird die Ärztin wiedergegeben.

Neue Angebote in der Schulterprothetik

Die neue Leiterin der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie erweitert außerdem das Behandlungsangebot. Freudenstadt hatte sich im Laufe der Jahre einen Namen bei Gelenkersatz in Knie und Hüfte gemacht.

Chefärztin Susanne Atug nimmt nun auch den Bereich Schulter in den Behandlungskatalog auf: „Wir bieten ab sofort neue Wege in der Endoprothetik der Schulter an“, wird Atug zitiert. Sprich: künstliche Schultergelenke, bei denen zementfreie und schaftlose Schulterprothesen zum Einsatz kommen. Bislang wurden in Freudenstadt nur Unfallverletzungen an der Schulter behandelt. Unter der Leitung von Susanne Atug werden jetzt alle Erkrankungen und Verletzungen rund um die Schulter, inklusive Schulterverschleiß, abgedeckt. Die ersten Patienten haben das Klinikum bereits wieder verlassen.

Ohnehin dürfte es der Chirurgin nicht langweilig werden. Sie hat umfangreiche Weiterbildungsbefugnisse in den Bereichen Orthopädie, Unfallchirurgie und spezielle Unfallchirurgie und bildet Ärzte in der Versorgung Schwerstverletzter aus. Als Chefärztin in Bitburg erlebte sie zudem die Nachwirkungen der Flutkatastrophe im Ahrtal mit und ließ sich daraufhin zur TDSC-Instruktorin ausbilden. TDSC steht für Terror and Desaster surgical care und fokussiert sich auf die Versorgung von traumatisierten und schwerstverletzten Menschen im Rahmen von Katastropheneinsätzen. Außerdem ist sie als Instruktorin im Bereich Advanced Trauma Life Support (ATLS) tätig, wo der Schwerpunkt auf der Versorgung Schwerstverletzter im Schockraum liegt. Und während ihre jüngste Tochter noch die Schule in Nordrhein-Westfalen abschließen möchte, bevor Susanne Atugs Familie in den Schwarzwald nachfolgt, freut sich die passionierte Reiterin schon auf ein Familienmitglied, das in Kürze nach Freudenstadt ziehen wird: ihr Pferd.

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