Naturdenkmal in Böffingen
: Rund 325 Jahre alter Baum soll Großmutterlinde heißen

Die etwa 325 Jahre alte Sommerlinde in Böffingen ist ein besonderer Baum, erfuhren die 1951er-Jahrgänger aus Glatten bei einer Exkursion.
Von
Waltraud Günther
Oberndorf
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Aus fünf Sämlingen um 1700 entstanden: Geht es nach den Jahrgängern, soll das Naturdenkmal Großmutterlinde heißen.

Waltraud Günther

In froher Runde treffen sich regelmäßig in Glatten die „1951er“, um gemeinsam einige schöne Stunden zu verbringen. Neben Jahrgangsausflügen finden immer wieder kleine Exkursionen rund um die Heimatgemeinde Glatten statt.

Dazu lässt sich Jahrgangssprecherin Ellianne Kohrs jedes Jahr eine besondere Aktion einfallen.

Unter dem Motto „Auf den Spuren unserer Nachfahren“ trafen sich am Wochenende die 1951er-Jahrgänger samt Ehepartnern zunächst unter dem mächtigen alten Böffinger Lindenbaum.

Brutstätte für Vögel und Wohnung für Fledermäuse

Dort gab Alterskamerad Andreas Jäschke der erwartungsfrohen Gruppe Informationen über die als Naturdenkmal eingestufte Linde. Diese prächtige Sommerlinde entstand etwa im Jahr 1700 aus fünf Sämlingen. Im Laufe der Jahrhunderte wuchsen diese zu einem Lindenbaum mit mächtiger Krone und beachtlichem Stammdurchmesser heran, in dessen abgestorbenen Ästen mehrere Vogelarten brüten. Während sich in der Krone Eulen, Stare und viele weitere Vögel wohlfühlen, überwintern in den unteren Ästen Fledermäuse.

„Unser Nationalpark wäre stolz, wenn er solch eine schöne alte Linde hätte“, sagte der gelernte Schäfer und Holzhauer Jäschke voller Begeisterung.

Unter dem Motto „Auf den Spuren unserer Nachfahren“ trafen sich am Wochenende die 1951er-Jahrgänger unter der alten Böffinger Sommerlinde.

Foto: Waltraud Günther

Gemeinsam ermittelte die Jahrgangsgruppe noch den Stammumfang. Das Ergebnis der Messung (9,50 Meter auf Brusthöhe) sowie der Namensvorschlag der Gruppe (Großmutterlinde) wurde gleich an die untere Naturschutzbehörde weitergeleitet.

Frohgelaunt machte sich die Gruppe danach auf Spurensuche bei den Nachfahren einiger Glattener Jahrgänger. So wurde Station gemacht im Dorfstüble Böffingen, bei den Nachfahren von Alterskamerad Bruno Ruoß, beim Glattener Ladda-Trail, der von den Nachfahren von Schulkamerad Bernhard Kohler errichtet wurde, und im Bauernstüble Eisenbeis, das von den Nachfahren von Hans-Peter Eisenbeis betrieben wird.

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