Nach Schließung in Aach: Kleiderkammer Dietersweiler hat sich neu aufgestellt

Vor der Kleiderkammer in Dietersweiler (von links): Kataryna Terentiva , Bürgermeister Wolfgang Fahrner, Tanja Höß , Elfriede Knoch, Sigrid Sommerhalter, Margit Pliska-Toepper (Aach), Lisa Marsch, Alexandra Pfefferle (Aach) und Ortsvorsteher Marius Dölker.
Daniel KilianDie Kleiderkammer in Dietersweiler hat sich neu aufgestellt und präsentiert sich nach einer umfangreichen Umgestaltung in neuem Erscheinungsbild. Auslöser für die Veränderung war die Auflösung der Kleiderkammer in Aach. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt Freudenstadt hervor.
Über die Ortsverwaltung Dietersweiler hatte sich Alexandra Pfefferle von der Kleiderkammer Aach gemeldet und die bevorstehende Schließung mitgeteilt. Der Grund dafür war nicht etwa ein fehlender Zulauf oder mangelndes Interesse, sondern vielmehr die Tatsache, dass die bisherigen Räumlichkeiten von den Eigentümern wieder selbst benötigt wurden. Schweren Herzens musste die Kleiderkammer Aach deshalb ihre Arbeit einstellen, heißt es weiter.
Große Umzugsaktion
Damit die Ausstattung weiterhin genutzt werden kann, starteten engagierte Helfer eine große Umzugsaktion. Unter der Leitung von Ortsvorsteher Marius Dölker wurden an mehreren Abenden sämtliche Kleiderständer, Regale, Möbel, Einrichtungsgegenstände sowie ein Teil der vorhandenen Kleidung nach Dietersweiler gebracht und dort in der Kleiderkammer neu aufgebaut.
Dabei konnten die Helfer nicht nur viele Gegenstände übernehmen, sondern auch einige Tipps und Tricks aus Aach mitnehmen. Die Erfahrungen der bisherigen Betreiberinnen wurden laut Mitteilung gerne weitergegeben und flossen direkt in die neue Gestaltung der Kleiderkammer ein.
Regale eingeräumt, sortiert und strukturiert
Ortsvorsteher Dölker zeigte sich beeindruckt von der großartigen Zusammenarbeit und bedankte sich bei allen Beteiligten: „Es ist schön zu sehen, was durch gemeinsames Engagement möglich ist. Die vielen übernommenen Gegenstände sind eine wertvolle Bereicherung für unsere Kleiderkammer“, wird er zitiert.
Dank des engagierten Helferteams, bestehend aus fünf Frauen, die die Kleiderkammer Dietersweiler bereits seit mehreren Jahren mit viel Herzblut betreuen, konnten die neuen Regale und Kleiderständer bei mehreren zusätzlichen Terminen eingeräumt, sortiert und sinnvoll strukturiert werden. Das Team besteht aus Sigrid Sommerhalter, Lisa Marsch, Elfriede Knoch, Tanja Höß und Kataryna Terentiva.
Bürgermeister Fahrner: „Außergewöhnliche Leistung“
Auch Bürgermeister Wolfgang Fahrner würdigte den Einsatz der Frauen und sprach seinen Dank aus. „Es ist eine tolle und außergewöhnliche Leistung, mit wie viel Engagement die Kleiderkammer jeden Freitag betreut wird und zusätzlich eine solche Umgestaltung gestemmt wurde.“
Für Ortsvorsteher Dölker ist die Weiterführung der Kleiderkammer eine Erfolgsgeschichte: „Diese tolle Initiative zeigt, wie wichtig Zusammenhalt und ehrenamtliches Engagement in unserer Gemeinde sind. Ich hoffe, dass diese Geschichte noch lange weitergeschrieben wird.“
Alle Angebote kostenlos
Das Besondere an der Kleiderkammer Dietersweiler ist laut Mitteilung der Stadt: Hier wird nicht verkauft – hier wird geholfen. Alle Angebote stehen kostenlos zur Verfügung. Menschen, die Kleidung oder andere benötigte Dinge suchen, sind willkommen.
Die Kleiderkammer hat jeden Freitag von 15.30 bis 17.30 Uhr geöffnet und steht allen Menschen offen, die Unterstützung benötigen. Während der Ferienzeiten bleibt die Kleiderkammer geschlossen.
Aufgrund der übernommenen Bestände aus Aach ist die Kleiderkammer aktuell sehr gut gefüllt. Daher werden derzeit keine Kleiderspenden benötigt. Ausgenommen hiervon sind Bettwäsche und Handtücher, die weiterhin gerne angenommen werden.