Individualität aus dem Schwarzwald: Oberbürgermeister besucht Dobergo in Loßburg

Beim Firmenbesuch bei Dobergo (von links): die Wirtschaftsbeauftragte Elke Latscha, Prokuristin Janine Burger, die Geschäftsführer Martin Hermanutz und Thomas Stempel sowie Oberbürgermeister Adrian Sonder.
Rath/StadtverwaltungOberbürgermeister Adrian Sonder und die städtische Wirtschaftsbeauftragte Elke Latscha waren auf Einladung zu Gast beim Büromöbelhersteller und Objekteinrichter Dobergo in Betzweiler. Das teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit.
Anlass war die Auswertung der Erfahrungen mit dem Ko-Kubus auf dem Marktplatz Freudenstadt und ein Hintergrundgespräch über die zeitgemäße wie funktionierende Organisation von Verwaltungsarbeit. Die Geschäftsführer Thomas Stempel und Martin Hermanutz sowie Prokuristin Janine Burger führten die Besucher durch den Betrieb im Gewerbegebiet.
„Im Zuge der Digitalisierung und der Neuorganisation unserer Abläufe beschäftigen wir uns zwangsläufig mit diesen Fragen. Der Austausch mit Dobergo war sehr hilfreich, er hat uns wichtige Gedankenanstöße gegeben“, wird Sonder zitiert. Gebäude, Konzept, Philosophie und Produktion des Unternehmens seien sehr beeindruckend.
1898 als „Stork Möbelfabrik“ gegründet
Dobergo ist ein familiengeführter mittelständischer Hersteller von Büro- und Objekteinrichtungen. Der Betrieb wurde 1898 als „Stork Möbelfabrik“ am Doberg im westfälischen Bünde gegründet und firmiert seit 1936 unter Dobergo. 1982 erfolgte mit der Übernahme durch Geschäftsführer Klaus Stempel die Verlagerung nach Betzweiler, 2008 der Umzug in den Neubau im Gewerbegebiet. 2015 erweiterte das Unternehmen. Aktuell entwirft, plant und produziert Dobergo ganze Büro- und Arbeitswelten auf rund 10.000 Quadratmetern Betriebsfläche.
Sämtliche Büromöbel und Einrichtungselemente werden in Betzweiler gefertigt. Hier beschäftigt Dobergo rund 65 Mitarbeiter. Der Großteil der Zulieferer kommt aus der Region Schwarzwald und Schwäbische Alb. Dobergo richtet weltweit Objekte ein. Zu den Kunden zählen auch Konzerne wie große Automobilhersteller.
Umsetzung von Kundenwünschen
„Der Markt ist umkämpft“, so Stempel. Dobergo behaupte sich über Qualität, nicht über den Preis. „Das betrifft Materialien wie Konzepte“, so der Geschäftsführer. Dobergo setze Kundenwünsche individuell und bis ins Detail um, baue nicht auf feste Module, die an die Kundenwünsche bestmöglich angepasst werden. „Oft finden wir in der Beratung auch Detaillösungen, an die der Kunde selbst noch gar nicht gedacht hat“, so Stempel.
Qualität zahle sich unterm Strich auch aus. Die Produktion im ländlichen Kreis Freudenstadt passe gut dazu. „Viele Kunden aus dem Ausland sind begeistert von der ursprünglichen Landschaft. Schwarzwald steht für Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und Qualität“, so der Geschäftsführer.
Selbstanspruch der Belegschaft an die eigene Arbeit
Die Geschäftsführung schätze die Einsatzbereitschaft und den Selbstanspruch der Belegschaft an die eigene Arbeit. „Das ist hier bei uns deutlich stärker ausgeprägt als in anderen Regionen. Das zeigt sich auch durch langjährige Treue und die Identifikation mit dem eigenen Unternehmen.“
Individualität und Qualität als Marke, das sei das Konzept von Dobergo. „Unsere Produkte sind nicht austauschbar. Wenn sie perfekt funktionieren, würde es jedem Kunden schwerfallen, nicht mehr mit uns zusammenzuarbeiten“, so Stempel. Daher hechle die Firma nicht jeder Mode hinterher. Viele Trends der vergangenen Jahre hätten sich wieder überlebt, Entscheidungen, voll auf Home Office zu setzen, würden vielfach wieder revidiert. „Da gehen Bindungen, Kommunikation und damit auch viel Produktivität verloren“, so Hermanutz.