Haushalt in Dornstetten: Unterm Strich bleibt ein Minus von 1,9 Millionen Euro

Kämmerer Jochen Köhler (links) und Bürgermeister Bernhard Haas präsentierten die aufgrund der Anträge der Fraktionen korrigierten Eckdaten des Haushalts.
Monika SchwarzGroße Diskussionen gab es beim Beschluss der Haushaltssatzung nicht. Kämmerer Jochen Köhler präsentierte die Zahlen mit den auf Wunsch des Gremiums eingearbeiteten Änderungen auch nur kurz.
Die ordentlichen Aufwendungen im Ergebnishaushalt liegen mit 29 Millionen Euro erneut über den Erträgen mit 28,44 Millionen Euro, wodurch ein Minus von 566 499 Euro entstanden ist. Im Finanzhaushalt liegen die Einzahlungen aus der laufenden Verwaltungstätigkeit mit 27 Millionen Euro zwar um 1,26 Millionen über den Auszahlungen, die Einzahlungen aus der Investitionstätigkeit sind mit 3,67 Millionen Euro aber um 3,16 Millionen geringer als die Auszahlungen mit 6,82 Millionen.
Insgesamt weist der Haushalt damit ein Minus von 1,9 Millionen Euro aus. Eingeplant ist deshalb eine Kreditaufnahme für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen in der Größenordnung von 1,91 Millionen Euro.
Costantino: Ernst der Lage ersichtlich
Ilona Costantino (FW/CDU) betonte, dass ihre Fraktion bewusst darauf verzichtet habe, mit „Nice-to-have-Anträgen“ Begehrlichkeiten zu wecken, die aktuell nicht erfüllt werden können. Die Beratung des Haushaltsplans habe zudem wenig Sparpotenzial aufgezeigt. „Dieser Entwurf war von der Verwaltung so vorbereitet, dass der Ernst der Lage klar zu erkennen war“, so Costantino.
Sie dankte bat ihre Ratskollegen trotz der schwierigen Lage darum, sich in Gedanken um eine liebenswerte und an der Zukunft orientierte Entwicklung der Stadt zu machen und Möglichkeiten zu eruieren, die die erforderlichen Sparmaßnahmen für alle erträglich machen. Gerade bei erneuerbaren Energien und beim Klimaschutz müsse man weiter vorankommen. „Lange Diskussionen über die Probleme, die die Bundes-und Landespolitik regeln müssen, bringen uns nicht weiter und kosten nur unnötig Zeit.“
Zum dritten Mal nicht ausgeglichen
Bürgermeister Bernhard Haas erwähnte den bereits zum dritten Mal nicht ausgeglichenen Ergebnishaushalt. Derzeit könne man auch nicht davon ausgehen, dass die Abschreibungen erwirtschaftet werden können. Die Verwaltung werde Vorschläge über weiteres Einsparpotenzial unterbreiten, diese bei der Klausurtagung diskutieren und im Gremium zur Abstimmung bringen. Bei zwei Gegenstimmen wurde der Haushaltsplan beschlossen.