Gesundheitspark Hohenfreudenstadt: Zum Jahresende soll das Hotel Teuchelwald seine Pforten schließen

Die Rehabilitationsklinik Hohenfreudenstadt soll ausgebaut werden.
Diakoniewerk Martha-MariaDas Angebot zur Rehabilitation im Gesundheitspark Hohenfreudenstadt soll eine Ausweitung erfahren, wie das Diakoniewerk Martha-Maria in einer Pressemitteilung berichtet.
Der Aufsichtsrat des Martha-Maria-Tochterunternehmens sehe gute Chancen, in den kommenden Jahren in den Fachbereichen Orthopädie und Psychosomatik mehr Patienten behandeln zu können.
„Voraussetzung dafür ist die Zustimmung der Krankenkassen zur Erweiterung der Bettenzahl und die Zulassung der Deutschen Rentenversicherung“, erklärt Hans-Martin Niethammer, der Vorstandsvorsitzende des Diakoniewerks Martha-Maria. „Sollten diese vorliegen, kann schon Anfang 2025 ein neu errichteter Gebäudeteil mit 24 Betten und hochwertigen Zimmern, der bisher als Hotel genutzt wurde, für Reha-Patienten angeboten werden.“
Psychosomatik stark nachgefragt
Bereits in den vergangenen Jahren habe die Zahl der Patienten, insbesondere in der Psychosomatik, stetig zugenommen. „Durch einen neuen Versorgungsvertrag mit den Krankenkassen, der im Jahr 2023 abgeschlossen werden konnte, ist das Angebot in diesen Fachbereichen auch auf die Zukunft hin gesichert“, sagt Walter Beuerle, der Geschäftsführer des Gesundheitsparks Hohenfreudenstadt.
Verbunden mit diesen positiven Aussichten sei allerdings die Tatsache, dass das Hotel Teuchelwald sein Angebot nach und nach reduzieren und den Betrieb als Hotel und christliche Begegnungsstätte zum Jahresende ganz einstellen müsse, erklärt Niethammer. „Damit geht eine mehr als 100-jährige Geschichte als Begegnungsstätte und kirchliches Ferienhotel ihrem Ende entgegen.“
Das Hotel war 1921 von der Bischöflichen Methodistenkirche erworben worden und ging 2006 in die alleinige Trägerschaft des Diakoniewerks Martha-Maria über. Trotz hoher Investitionen in Gebäude und Personal konnte in den letzten Jahren die notwendige Wirtschaftlichkeit nicht erreicht werden. „Nach der Corona-Pandemie haben sich die Gästezahlen nicht wie erhofft erholt“, erklärt Beuerle. „Die aktuelle gesamtwirtschaftliche und die branchenspezifische Situation im Hotel- und Gaststättengewerbe mit fehlendem Personal führten zu einer Verschärfung der Problematik.“
Wirtschaftlichkeit nicht mehr gewährleistet
So habe sich das Diakoniewerk zur Beendigung des Hotelbetriebs unter seiner Trägerschaft gezwungen gesehen. Jüngst wurden die Mitarbeiter über die geplante Schließung informiert. „Wir legen großen Wert darauf, unsere Mitarbeitenden umfassend zu unterstützen und werden sie bei der Suche nach neuen beruflichen Perspektiven bestmöglich begleiten“, so Niethammer weiter. Ohnehin könne ein überwiegender Anteil der Mitarbeiter im erweiterten Klinikbetrieb weiter beschäftigt werden.
Ab Oktober dieses Jahres werde das Hotel noch als Garni-Hotel weitergeführt. Für Gästegruppen bleibe die Vollverpflegung sichergestellt. Zum Jahresende soll das Hotel dann seine Pforten schließen. Ein Nachnutzungskonzept für den historischen Hotelaltbau werde erstellt.
Martha-Maria
Das Diakoniewerk
Martha-Maria ist ein selbstständiges Diakoniewerk in der evangelisch-methodistischen Kirche, die zur Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen gehört und Mitglied im Diakonischen Werk ist. Zu Martha-Maria gehören Krankenhäuser, Berufsfachschulen für Pflege, Seniorenzentren und Erholungseinrichtungen mit insgesamt mehr als 5400 Mitarbeitern in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt.