Gartenschau FDS und Baiersbronn
: So beliebt sind die Rikschas im „Tal X“

Drei Rikschas sind auf der Gartenschau unterwegs – vor allem um mobilitätseingeschränkten Personen den Besuch im „Tal X“ zu erleichtern. Doch wie kommt das Angebot an?
Von
Uwe Ade
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Die Fahrrad-Rikschas sind bei den Besuchern der Gartenschau beliebt.

Ade

Sehr gut angenommen und auch benötigt werden bei der Gartenschau die Rikscha-Taxifahrten im Tal X. Vom Bärenschlössle bis zur Finkenwiese unterhalb des Gasthauses Schiff sind täglich drei Rikschas von 10 bis 18 Uhr im „Hop-on, hop-off“-Verfahren unterwegs.

In diesem logistisch herausfordernden knapp drei Kilometer langen Bereich wurde wegen der beengten Verhältnisse kein Busshuttle eingesetzt. Grundsätzlich dürfen alle Besucher die Rikschas nutzen. Dabei ist es aber wichtig, auf jeden Rücksicht zu nehmen, die körperlich eingeschränkt sind.

„Es soll ein Gimmick, eine schöne Sache fürs Publikum sein ist aber vor allem für Hilfsbedürftige gedacht. Deshalb schauen Sie: Wenn erschöpfte Leute am Wegrand stehen oder mobilitätseingeschränkte Personen unterwegs sind, geben sie diesen Vorrang“ betont die Koordinatorin des Rikscha-Teams Gloria Schuler schon bei der Einweisung der Fahrer.

„Sie schickt der Himmel“

„Sie schickt mir der Himmel“, sagt eine erschöpfte Frau, als ein Rikschataxi hält und sie mitnimmt. „Ich habe nur noch 20 Prozent Herzleistung und hätte den Weg hoch zum Bärenschlössle sicher nicht geschafft.“ Auch zwei Schwestern mit einem gehbehinderten Jungen sind überaus dankbar für die Mitnahme talaufwärts.

„Oh wie schön, das ist das erste Mal in meinem Leben dass ich in einer Rikscha fahre“ sagt eine weitere zufriedene Passagierin.

Ein älteres Ehepaar aus Freudenstadt fährt mit dem Bus-Shuttle vom Marktplatz zum Bärenschlössle und freut sich, ab dort die Rikscha nutzen zu können, um so weiter ins Tal zu kommen. „Wir haben eine Dauerkarte und sind froh, dass wir mit solch einer Rikscha die Möglichkeit haben, zu den ersten Stationen zu kommen.“

ÖPNV spielt wichtige Rolle

Ab den Finkenwiesen knapp drei Kilometer unterhalb der Station am Bärenschlössle gibt es dann wieder ein Kurbähnle oder den Gartenschau-Express ins Friedrichstal, was vorrangig ebenso vor allem auch für mobilitätseingeschränkte und erschöpfte Personen gedacht ist. Wenn Platz ist, kann natürlich jeder mitfahren. Schwerpunktmäßig soll die Mobilität zur Gartenschau über den öffentlichen Nahverkehr aufrechterhalten werden.

Gloria Schuler, Koordinatorin der Rikschafahrten strahlt angesichts einer Rückmeldung, die sie von einer Besucherin bekommen hat. Diese war der Meinung: „Die Rikscha ist das Beste der ganzen Gartenschau“.

Der KreisLetter
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Kreis Freudenstadt Montag bis Samstag im kompakten Überblick.