Gartenschau-Dahlie getauft: Eine Blume so robust wie die Nordschwarzwälder

Mit Sekt tauften Adrian Sonder, Michael Ruf, Paul Panzer und Elisabeth Panzer (von links) im „Xentrum“ in Friedrichstal die neue Gartenschau-Dahlie „MagentX“; ganz links: Gartenschau-Geschäftsführerin Cornelia Möhrlen.
Monika BraunDie Dahlien-Neuzüchtung „MagentX“ ist nun offiziell die zweite Blume, die eigens für die Gartenschau in Freudenstadt und Baiersbronn gezüchtet wurde. Mit der feierlichen Taufe wurde sie jetzt präsentiert – und mit einigen Gläschen Sekt begossen.
Nach der Gartenschau-Rose „Schwarzwaldrubin“ ist sie das zweite florale Symbol der Gartenschau. Die Dahlie besticht durch ihre auffällige Blütenform und ihre leuchtend magentafarbenen Blüten.
Zur Taufe waren mehrere Generationen der Züchterfamilie Panzer aus dem thüringischen Bad Köstritz gekommen, darunter auch die Dahlienkönigin Elisabeth Panzer, die von 2023 bis 2025 diesen Titel trug. „Vor wenigen Tagen wurde eine neue Dahlienkönigin gekürt“, erklärte sie, und: „Ich bin sehr stolz auf meinen Opa Heinz, der die ,MagentX‘-Züchtung für die Gartenschau hervorgebracht hat.“

Elisabeth Panzer, bis vor Kurzem Dahlienkönigin, mit einem Strauß der Gartenschau-Dahlie „MagentX“.
Foto: Monika BraunGartenschau-Geschäftsführerin Cornelia Möhrlen hatte sich extra magentafarben gekleidet und freute sich über die neue Blütenpracht. „Die Blüten können einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimeter haben, und die Pflanze kann bis zu 1,30 Meter hoch werden“, sagte sie. Die „Königin des Herbstes“ wie sie auch genannt werde, blühe nun an vielen Stellen auf der Gartenschau – eine Pracht die einen Besuch lohne.
Paul Panzer, Chef des traditionsreichen Familienbetriebs aus Bad Köstritz, der seit 1872 besteht und sich auf die Dahlienzucht spezialisiert hat, ließ die Gäste an seinem umfangreichen Wissen teilhaben. „Ich bin stolz, heute die Züchtung von meinem Vater Heinz präsentieren zu dürfen“, sagte er. Dahlien gebe es seit 230 Jahren in Europa, und schon sein Ur-Ur-Großvater habe sich mit den Züchtungen beschäftigt.
Lange Blütezeit
„Früher war die Dahlie als Bauernblume verschrien, heute ist das Zuchtziel, sie schnittblumentauglich zu machen, und auch in Brautsträußen ist sie keine Seltenheit mehr“, so der Experte. „Unsere ,MagentX‘ ist so eine Züchtung. Sie ist als Schnittblume geeignet, robust und begeistert sowohl durch ihre intensive Farbe als auch durch ihre lange Blütezeit.“
Ebenfalls bei der Taufe anwesend waren Freudenstadts Oberbürgermeister Adrian Sonder und Baiersbronns Bürgermeister Michael Ruf. „Wir freuen uns, dass wir heute der Taufort für die ,MagentX‘ sein dürfen“, sagte Ruf. „Eine Neuzüchtung für die Gartenschau, die noch dazu robust ist, hier im Nordschwarzwald, das ist toll.“
Taufe mit Platzregen
Robust mussten auch die Gäste sein: Pünktlich zum Tauftermin setzte heftiger Regen ein, so dass die Urkundenübergabe und die eigentliche Taufzeremonie recht schnell über die Bühne gingen.
Heinz Panzer – stolze 89 Jahre alt – hatte die gezüchtete Neuheit für Baiersbronn entworfen und freute sich über die Präsentation. „Züchtungsarbeit ist eine sehr langwierige Sache“, erklärte der Experte. „Es dauert viele Jahre, im Schnitt sechs bis zehn, bis alle Schritte der Testung durchlaufen wurden.“
Bei der Gartenschau-Dahlie habe es rund sieben Jahre gedauert. Kein Vergleich allerdings zu der langen Zeit, die diese Züchtung nun auf der Gartenschau im „Tal X“ und lange darüber hinaus noch blühen wird.
Verkauf und Vertrieb der „MagentX“-Gartenschau-Dahlie: Gartenbau Paul Panzer, Internet: www.koestritzerdahlien.de