Freudenstadt: Ehrenamtliche des THW leisten rund 12 000 Dienststunden

THW Ortsbeauftragter Dirk Arnold (rechts) mit den langjährigen Mitgliedern Jürgen Eisenbeis, Manuel Tobien, Steffen Brauch und Micha Bässler (von links). Foto: Bernhardt
Schwarzwälder BoteFreudenstadt. Beim Neujahrsempfang des Technischen Hilfswerks (THW) in Freudenstadt wurde Bilanz gezogen. Mehrere Mitglieder wurden geehrt. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte kamen direkt vom Pumpeinsatz in Klosterreichenbach und rückten schon wenig später erneut aus. Ortsbeauftragter Dirk Arnold begrüßte neben der "THW-Familie" auch mehrere Ehrengäste, darunter Katharina Stenzel vom Landratsamt Freudenstadt, Gerold Schumacher vom Polizeirevier Freudenstadt, Stephan Wolf und Marc Bernhardt von der Feuerwehr Freudenstadt sowie Rainer Goller und Oliver Oltovanji vom benachbarten THW in Horb.
Zugführer Michael Eisenbeis trug den Jahresrückblick vor, der neben zahlreichen Übungen und Ausbildungsveranstaltungen auch mehrere Einsätze beinhaltete. Zu den Einsatzunterstützungen für Polizei und Feuerwehr kamen im vergangenen Jahr auch Anfragen von Städten und Gemeinden hinzu, die das THW in das Sicherheitskonzept von Großveranstaltungen mit einbezogen hatten. Der Rückblick schloss mit einem Dank an alle Mitglieder, die sich mit etwa 12 000 Dienststunden und einem vorbildlichen Ausbildungsstand als zuverlässige Truppe präsentieren. Diese Zuverlässigkeit wurde auch im noch jungen Jahr 2018 eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Im Vorfeld des Neujahrsempfangs waren die Freudenstädter bereits zu drei Einsätzen und Hilfeleistungen gerufen worden.
Interessenten für Grundausbildung gesucht
So wurde das THW Freudenstadt in der ersten Woche des neuen Jahres zu einer zerstörten Brücke in Aach gerufen, die vom Hochwasser mitgerissen worden war. Gemeinsam mit dem THW Schramberg wurde wenige Tage später ein vereinzeltes Wohnhaus durch eine Behelfsbrücke wieder mit dem Straßennetz verbunden. Dazu kam noch der Auftrag, einen Weiher in Klosterreichenbach abzupumpen, um einen Damm vom Hochwasser zu entlasten. Im Schichtbetrieb wurden fast 17 Millionen Liter Wasser gepumpt. Einen Tag nach dem Neujahresempfang wurde das THW nach einem Erdrutsch in Betzweiler-Wälde zur Beratung hinzugezogen. Neben Spezialisten aus Freudenstadt war auch ein Baufachberater des THW Ofterdingen mit dabei. Die Einsatzkräfte des THW sind durchweg ehrenamtlich tätig. In Zeiten ohne Ersatzdienst für die allgemeine Wehrpflicht und gleichzeitig immer mehr Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung sei es durchaus eine Herausforderung, Menschen für ein solches "Hobby" zu begeistern, hieß es beim Neujahrsempfang. Umso größer sei der Stellenwert der erfolgreichen Jugendarbeit in Freudenstadt.
Die örtliche Jugendgruppe unter der Leitung von Gisela Koch und Maximilian Traub erntete beim Neujahrsempfang großes Lob vom Ortsjugendbeauftragten Sascha Krauter. Sechs der elf Mitglieder der Jugendgruppe legten im vergangenen Jahr das Leistungsabzeichen in Bronze ab. Für 2018 ist man fest entschlossen, auf Silber "aufzustocken" und weitere Junghelfer mit Bronze zu schmücken. Im Anschluss an die THW-Jugend streben die jungen Mitglieder den aktiven Einsatzdienst im Ortsverband an.
Auch erwachsene Quereinsteiger sind im THW willkommen. Alter und Beruf sind dabei Nebensache. Was zählt ist die Begeisterung für Technik und Teamwork und der Wille, Menschen in Not zu helfen. Für die Grundausbildung 2018 suchen Ortsbeauftragter Dirk Arnold und sein Team immer noch Interessenten. Sie können sich dienstags ab 19 Uhr in der Ludwig-Jahn-Straße 32a in Freudenstadt informieren.
Zum Abschluss des offiziellen Teils ehrte Dirk Arnold mehrere Mitglieder für ihre langjährige ehrenamtliche Mitarbeit im THW. Jürgen Eisenbeis wurde für 40 Jahre ausgezeichnet, Steffen Brauch und Micha Bässler für 20 Jahre. Geehrt wurde außerdem Manuel Tobien.