Frauenhilfe Freudenstadt
: Hilfe beim Weg aus der Gewaltspirale

Einblicke in die Vereinsarbeit bekam Wolfgang Fahrner von Martina Sillmann und Ulrike Schweizer vom Vorstand der Frauenhilfe bei einem Besuch in deren Räumen in Freudenstadt. Der Bürgermeister zollte der Arbeit des Vereins seinen Respekt.
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(red/pm)
Oberndorf
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Bürgermeister Wolfgang Fahrner und Ulrike Schweizer in der Beratungsstelle der Frauenhilfe in Freudenstadt

Martina Sillmann

Bürgermeister Wolfgang Fahrner besuchte die Beratungsstelle der Frauenhilfe Freudenstadt, um sich über deren Arbeit zu informieren. Über den Besuch berichtet der Verein in einer Mitteilung.

Die Vorstandsfrauen Martina Sillmann und Ulrike Schweizer erläuterten die Aufgaben des Vereins, den es seit 2007 gibt. „Unser Ziel ist es, Frauen, die häusliche Gewalt erleben, zu unterstützen und gemeinsam mit ihnen einen Weg aus der Gewaltspirale zu finden. Wir möchten ihnen helfen, wieder ein selbstbestimmtes Leben ohne Gewalt zu führen“, erläuterte Sillmann.

Ein großes Problem sind die Kinder, die in den Familien die Gewalt miterleben müssen, heißt es in der Mitteilung weiter. Diese traumatischen Erfahrungen wirkten sich äußerst belastend auf die Kinder und deren Leben aus. 81 Prozent der Frauen, die zur Beratung kommen, hätten Kinder, so der Verein.

Auch in Prävention tätig

Um Familien möglichst im Vorhinein eine gewaltvolle Beziehung zu ersparen, bietet die Frauenhilfe Präventionsveranstaltungen in Schulen unter dem Titel „Liebe braucht Respekt“ an. „Wir erarbeiten mit den Jugendlichen, was eine gute Liebesbeziehung ausmacht und was Warnzeichen für eine gewaltvolle Entwicklung sein können“, berichtete Schweizer. „Wir hoffen, mit unseren Workshops möglichst vielen jungen Menschen zu respektvollen Beziehungen zu verhelfen.“

Wichtig für den Verein ist eine aktive Öffentlichkeitsarbeit. Zum einen sollen betroffene Frauen wissen, wo sie Hilfe finden können, zum andern möchte der Verein auf sich aufmerksam machen, um Sponsoren zu gewinnen.

Da die Arbeit der Frauenhilfe nur zu etwa 70 Prozent aus öffentlichen Geldern gedeckt wird, ist sie laut der Mitteilung nach wie vor auf Spenden angewiesen.

Arbeit erspart Kosten

Bürgermeister Fahrner versprach, sich in den Haushaltsberatungen trotz der prekären Haushaltlage für eine weitere Unterstützung der Frauenhilfe einzusetzen. „Ihre Arbeit erspart der öffentlichen Hand viele weitere Kosten, denn die Auswirkungen von häuslicher Gewalt schlagen sich im gesamtgesellschaftlichen Bereich nieder“, wird Fahrner in der Mitteilung weiter zitiert. Es sei enorm wichtig, dass diese Frauen aufgefangen und unterstützt werden.

Viele Frauen suchen Hilfe

Im Jahr 2024 suchten 169 Frauen Hilfe und Beratung bei der Frauenhilfe Freudenstadt. „Ich bin beeindruckt von Ihrer Arbeit und zolle Ihnen großen Respekt“, bekundete Wolfgang Fahrner.

Frauenhilfe Freudenstadt, Lindenstraße 18 in Freudenstadt, Geschwister-Scholl-Straße 10 in Horb, Sprechzeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr oder nach Vereinbarung, Telefon 07441/ 520 30 70, Internet www.frauenhilfe-fds.de

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