Fersensporn im Kreis Freudenstadt: Fallzahlen in der Region steigen

Ein Fersensporn kann sehr schmerzhaft sein. (Symbolbild)
AOKDie AOK Baden-Württemberg registrierte in den letzten Jahren (2019 bis 2023) einen Anstieg der Behandlungszahlen bei Fersensporn um jährlich 1,29 Prozent. In der Region Freudenstadt erhöhte sich die Anzahl der Betroffenen von 915 Versicherten auf zuletzt 1409 Versicherte. Darüber berichtet die AOK in einer Pressemitteilung.
Mit einem Fersensporn gehen oft brennende oder stechende Schmerzen einher. Die wenige Millimeter große, dornenförmige Verknöcherung an der Ferse kann entstehen, wenn der Körper versucht, einen gereizten Sehnenstrang an der Fußsohle zu reparieren.
Dabei werden die Schmerzen meist nicht durch den Fersensporn selbst ausgelöst, sondern durch eine Entzündung der Plantarfaszie (Plantarfasziitis), einer Sehnenplatte der Fußsohle, die den Fuß beim Gehen stützt.
Jeder zehnte im Lauf des Lebens betroffen
Jeder zehnte Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens an einer Plantarfasziitis. Die Ursachen sind meist Über- oder Fehlbelastungen des Fußes, die zu einer dauerhaften Reizung oder Entzündung der Plantarfaszie führen. Bei einer länger andauernden Entzündung kann der Körper Kalk am Sehnenansatz anlagern, so dass ein Fersensporn entsteht. Risikofaktoren sind zum Beispiel langes Stehen oder Gehen im Alltag, übermäßige oder ungewohnte sportliche Belastungen sowie inadäquates Schuhwerk.
„Bei einer Plantarfasziitis braucht man viel Geduld, bis der Körper die Entzündung in den Griff bekommt“, erklärt Ariane Chaudhuri, Ärztin bei der AOK-Baden-Württemberg. Dabei kann jeder laut der Mitteilung selbst zur Linderung der Beschwerden beitragen.
„Wichtig ist, den Fuß zu schonen“
Die Ärztin empfiehlt bequeme Schuhe mit dämpfender Sohle sowie die Fußsohle zu kühlen und leicht zu massieren. „Wichtig ist, den Fuß zu schonen, um eine Verstärkung der Entzündung zu vermeiden.“
Tritt keine Besserung ein, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Häufig werden verschiedene Behandlungen kombiniert und mehrere Maßnahmen ausprobiert. Kurzfristig können laut der Mitteilung Schmerzmittel helfen, während bei relevanten Fußfehlstellung zusätzlich orthopädische Einlagen verordnet werden können.
Hat sich der Fuß etwas erholt, empfiehlt die AOK-Ärztin Dehn- und Kräftigungsübungen. Zudem wird bei starkem Übergewicht zu einer Gewichtsreduktion geraten.