Ein Jahr nach der Gartenschau
: 560 Läufer gehen beim Community-Run durch das Tal X an den Start

Das Ein-Jahr-Nachher-Fest der Gartenschau lockte bei hochsommerlichen Temperaturen 560 sportliche Läufer und Walker auf die Strecke.
Von
Monika Schwarz
Oberndorf
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560 Läufer nahmen ein Jahr nach dem Beginn der Gartenschau am großen Community-Run durch das Tal X teil.

Monika Schwarz

Von einem solchen Hype am Start und solchen Teilnehmerzahlen träumt vermutlich so mancher Veranstalter von Laufevents. Die Idee, das Ein-Jahr-Nachher-Fest im Tal X mit einem Community-Run zu verbinden, erwies sich daher als goldrichtig.

Aufgrund des tollen Wetters hatten sich viele Läufer und bewegungsbegeisterte Walker trotz der sowieso schon hohen Anmeldezahlen auch noch ganz kurzfristig entschieden, dabei zu sein. Aus den mehr als 350 Anmeldungen der Tage davor sind deshalb am Ende 560 Personen geworden, die sich auf dieses Sportevent zwischen dem Freudenstädter Marktplatz und dem ehemaligen „Xentrum“ im Friedrichstal – dort stand die Großbühne während der Gartenschau – eingelassen und gezeigt haben, was sie sportlich drauf haben.

Vom schnellen Profi bis hin zu den Großeltern mit Enkelkind im Schlepptau war alles dabei. Sogar eine Teilnehmergruppe der Special-Olympics-Landesspiele, die im kommenden Februar in Baiersbronn stattfinden, ging an den Start.

Ein kurzes Aufwärmtraining

Dort gab es erst einmal jede Menge fetzige Musik mit DJ Thorsten und ein kurzes Aufwärmtraining mit Eric Bursch von „run2BE“ aus Freudenstadt, der den Community Run im Zuge des von der Freudenstadt und Baiersbronn Touristik gemeinsam organisierten Festes unter seine „Fittiche“ genommen und organisiert hatte.

Ruf und Sonder sorgen für Motivation

Oberbürgermeister Adrian Sonder und Bürgermeister Michael Ruf ließen es sich dabei auch nicht nehmen, die riesige Truppe vor dem Start kurz persönlich zu motivieren. Sonder im Sportdress – er walkte mit seiner ganzen Familie mit – Ruf in normaler Freizeitkleidung. Laufen sei nicht so seins, meinte der Baiersbronner Bürgermeister dazu.

Spektakulärer Vergleich

Den kurzen Countdown vor dem Start gab es von ihm aber trotzdem. „Wenn man Sie alle so sieht, dann spürt man pure Energie“, betonte Ruf begeistert, als er die Situation euphorisch, wenn auch vielleicht etwas übertrieben, sogar mit der Leistung des Extremsportlers Arda Saatci – der gerade erst 600 Kilometer durch das Death Valley gelaufen ist – verglich. Was bei diesem Lauf zähle, sei der Geist, die Gemeinschaft und der Spaß.

Sonder und Ruf zeigten sich stolz, dass es nach der Unterzeichnung des Gesellschaftervertrages mit dem Tal X nun auch weitergeht. Nicht nur die Gartenschau, auch dieser Lauf verbinde über die Grenzen hinweg. Die entstandene Verbindung und das Gemeinsame würdigten Ruf und Sonder später auch im „Xentrum“, als sie die Läufer und die sonstigen Gäste dort nach dem Zieleinlauf willkommen hießen.

Begleitung von erfahrenen Läufern

In unterschiedlichen Laufgruppen – vom Walking über die langsame und schnelle Lauftruppe mit jeweils fünf Kilometern bis hin zum Trailrunning über achteinhalb Kilometer – hatten sich die 560 Starter auf den Weg über die Adlersteige und vorbei an den Forbachgärten und den Forellenteichen in Richtung Friedrichstal aufgemacht.

Gepuscht am Start und empfangen am Ziel wurden sie sowohl von Murgel als auch von Puschel, den knuffigen Maskottchen der beiden Orte. Plakate mit motivierenden Sprüchen entlang der Strecke sorgten für Aufmunterung, wenn man die benötigte.

Alle Laufgruppen wurden von erfahrenen Läufern wie Anke Härtner, Miriam Graf, Sabine Stortz, Bettina Gehrmann, Christian Lenk, Mischa Wölfel sowie Dirk Schumann, Jochen Gehrmann und Eric Bursch begleitet.

Eine Tal-X-Medaille als Erinnerung

Im Ziel gab es neben Kuchen, Bananen und Getränken auch jeweils eine Tal-X-Medaille als Erinnerung an den Lauf. Die Stadtkapelle sorgte mit 80er-Jahre-Schlagern für gute Stimmung und eine Hüpfburg samt Seifenblasenkünstlerin unterhielt den Nachwuchs. Für musikalische Einlagen bis zum Start der Liveband „Ein Kompliment“ sorgte Christian Hamann auf dem Akkordeon.

Entlang der Strecke und im Xentrum waren rund 65 Ehrenamtliche im Einsatz, die sich bereits während der Gartenschau engagiert hatten. Auch ihrer Bereitschaft ist es zu verdanken, dass es nun weitergeht. Acht Einsatzkräfte des DRK und DLRG waren mit drei Einsatzautos vor Ort und hatten trotz des Sportevents und der Hitze wenig zu tun.

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