Coach aus Freudenstadt gibt Tipps
: Motivation für den Frühjahrsputz

Manchmal fühlt sich der Haushalt an, wie ein unüberwindbarer Berg. Damit die Motivation dennoch bis zum Ende hoch bleibt, hat Aufräumcoach Angela Keller ein paar Tipps.
Von
Carolin Schöffler
Oberndorf
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Schwarzwälder Bote

Die Teller in der Küche stapeln sich, die Wäsche türmt sich im Badezimmer auf und einfach überall fliegen Staub, Flusen und Haare durch die Wohnung. Dennoch fehlt es an Motivation. War es zu Beginn des neuen Jahres noch der große Vorsatz, in 2026 endlich ordentlicher zu werden, folgte im Frühling schnell die Ernüchterung.

Wenn sich der Haushalt mal wieder anfühlt wie ein unüberwindbarer Berg, ist es oft schwer, den richtigen Einstieg zu finden. Hat man ihn dann endlich gefunden, ist die Motivation jedoch oft nur von kurzer Dauer. Damit es dem diesjährigen Frühjahrsputz nicht ebenso ergeht, wie vielen anderen Vorsätzen, hat Angela Keller ein paar Tipps.

Sie ist Aufräum- und Minimalismuscoach in Freudenstadt und weiß genau, wie man die Motivation bis zum Ende hoch hält. Wenn bereits eine Grundordnung besteht, etwa durch Kellers Tipps und Routinen, sei der Frühjahrsputz nämlich gar keine große Sache mehr.

Klare Ziele setzen

„Ganz wichtig ist, dass man sich ein klares Ziel setzt“, etwa: „Ich möchte, dass mein Flur so aussieht, dass ein Gast sich wohl fühlt“, erklärt Keller. Dieses sollte so klar definiert und detailliert sein wie möglich. Das sei wichtig, um die Motivation nicht zu verlieren.

Dabei sollten die Ziele allerdings nicht zu hoch angesetzt werden. „Es muss nicht perfekt sein“, meint Keller. Perfektionismus sei beim Aufräumen und Entrümpeln das größte Hindernis. Daher ihr Tipp: der 15-Minuten-Wecker. Einfach einen Timer auf 15 Minuten stellen und in dieser Zeit dann aber wirklich aufräumen. In der Woche kommen so schon fast zwei Stunden zusammen – „Das schaffen manche nicht mal am Wochenende“.

Ins Tun kommen

Ist das Ziel klar, heißt es: „Mach es einfach und mach es einfach“. Keller meint damit, man solle es sich so einfach wie möglich machen und mit kleinen Schritten anfangen. Wichtig sei es jedoch vor allem, erst einmal ins Tun zu kommen. Zu viel Zeit ginge sonst verloren, in der man sich selbst bedauere.

Das bedeute jedoch keinesfalls, dass man halbherzig arbeiten sollte. Es sei wichtig fokussiert zu bleiben, und die Dinge richtig anzugehen, ganz nach dem „Ohio-Gesetz“: „only handle it once“, sinngemäß: „Das was du anfängst, mach es fertig“. Da es heutzutage immer schwerer falle sich zu fokussieren, empfiehlt Keller, das Handy einfach mal in den Flugzeugmodus zu schalten.

Doch wo genau sollte man mit dem Entrümpeln anfangen? Wichtig sei es vor allem, mit System vorzugehen, meint Keller. Sie rät daher: Erst der Fußboden, dann die Oberflächen und dann von links nach rechts oder von rechts nach links.

Keine Angst vor der Leere

Ein weiterer Tipp ist alles einmal komplett leer zu räumen, etwa die Fensterbank. Viele hätten Angst vor der Leere, meint Keller. Diese könne man jedoch ertragen lernen und den Freiraum sogar irgendwann genießen. „Nur weil Platz ist, muss man den nicht mit Sachen vollstopfen“, meint Minimalismuscoach Keller. Und wer weniger Sachen besitzt, hat auch weniger zu putzen.

Sollte die Unordnung trotz aller Tipps einmal Überhand nehmen, rät Keller sich bloß nicht davor zu scheuen, Hilfe zu holen. Zu Kellers Freude habe die Hemmschwelle dafür im Schwarzwald mittlerweile auch abgenommen.

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