Borkenkäfer schwärmt aus
: Was Waldbesitzer im Kreis Freudenstadt jetzt beachten müssen

Das Landratsamt in Freudenstadt hat einen offiziellen Hinweis zur Borkenkäferbekämpfung erlassen. Darin wird Privatwaldbesitzern eine Frist gesetzt.
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(red/pm)
Kreis Freudenstadt
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Borkenkäfer

Die Borkenkäfersaison ist im Gange - Waldbesitzer sollten Nadelholzbestände jetzt regelmäßig kontrollieren und befallene Bäume zügig aufarbeiten, so das Kreisforstamt.

Andreas Arnold/dpa
  • Borkenkäfersaison läuft: Kreisforstamt rät zu regelmäßigen Kontrollen in Nadelbeständen.
  • Befall erkennen: Harztröpfchen, braunes Bohrmehl, Spechtspuren oder rasch verfärbte Kronen.
  • Schnelle Maßnahmen nötig – Einschlag und Abfuhr, sonst Entrinden, Verbrennen oder Hacken.
  • Bis zu drei Generationen pro Jahr möglich, frühe Bekämpfung hat den größten Effekt.
  • Frist bis zum 24. Juli: Landratsamt erließ Hinweis, Revierleiter beraten zu Vorgehen und Vermarktung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Trotz des in diesem Frühjahr wechselhaften Wetters ist die Entwicklung der Borkenkäfer an Fichten und Weißtannen in den Wäldern laut dem Kreisforstamt in Freudenstadt in vollem Gange. Durch die guten Entwicklungsbedingungen in den vergangenen Jahren habe sich eine hohe Zahl an Borkenkäfern entwickelt. Trotz einer Abnahme der Schadholzmengen im vergangenen Jahr seien die Käfer nach wie vor aktiv.

Daher heiße es für alle Waldbesitzer, sich nun auf die Suche nach Käferbefall zu begeben. Bei Fichte und Weißtanne seien Anzeichen dafür Harztröpfchen am Kronenansatz, braunes Bohrmehl am Stammfuß oder an Rindenschuppen, Spechtabhiebe oder sich schnell verfärbende Kronen.

Insbesondere müssten Sturm- und Schneebruchschäden aufgearbeitet und kontrolliert werden, denn sie seien optimale Brutstätten für Borkenkäfer. Besonderes Augenmerk sollte auch auf Beständen liegen, die im vergangenen Jahr bereits vom Borkenkäfer befallen waren, sowie auf lockeren und besonnten Nadelwäldern, heißt es weiter.

Bis zu drei Generationen pro Jahr

Die Trockenheit der vergangenen Jahre zähle mit zu den optimalen Bedingungen für die kleinen Käfer, die eine sehr hohe Vermehrungsrate aufweisen. Bis zu drei Generationen pro Jahr sind laut dem Forstamt unter den Rahmenbedingungen des Landkreises Freudenstadt momentan möglich. Das bedeute, dass das Befallsrisiko im Jahresverlauf immer weiter zunehme, da die Zahl der Borkenkäfer exponentiell steige. Es bedeute aber auch, dass eine frühzeitige Bekämpfung den größten Effekt erziele.

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Bei frischem Käferbefall müssen die befallenen Bäume so schnell wie möglich eingeschlagen und aus dem Wald gebracht oder weiterverarbeitet werden, so das Forstamt. Ist dies nicht möglich, so sei durch entsprechende Behandlung der Stämme (etwa Entrinden) und der bruttauglichen Resthölzer (etwa durch Verbrennen oder Hacken) dafür Sorge zu tragen, dass die Borkenkäfer unschädlich gemacht werden.

Nachbarn sollten sich abstimmen

Bei kleinerem Holzmengenanfall sollten sich benachbarte Waldbesitzer abstimmen, ihr Käferholz gebündelt aufarbeiten und zur zügigen Abfuhr bereitstellen. Vor jedem Holzeinschlag sollte außerdem mit den Revierleitern Kontakt aufgenommen werden. Von ihnen erhalten Waldbesitzer Informationen über die Aushaltung der vermarktbaren Holzsortimente und dazu, wie mit dem befallenen Käferholz umgegangen werden soll. Die Kontaktdaten der Revierleiter und weitere Informationen gibt es beim Kreisforstamt unter Telefon 07441/920 30 01.

Das Landratsamt als Untere Forstbehörde hat einen offiziellen Hinweis zur Borkenkäferbekämpfung erlassen. Darin ist dargestellt, welche Maßnahmen private Waldbesitzer zur Borkenkäferbekämpfung ergreifen sollen. Er ist online unter www.kreis-fds.de unter der Rubrik „Öffentliche Bekanntmachungen“ zu finden. Im offiziellen Hinweis wird den betroffenen Waldbesitzern eine Frist bis zum 24. Juli gesetzt, um ihre Wälder zu kontrollieren und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen.