Betrüger in Freudenstadt
: Schockanrufer fordert Kaution für Enkelin

Eine vermeintliche Polizistin berichtet am Telefon von einem tödlichen Unfall und ergaunert mit dieser Masche mehrere tausend Euro.
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(red/pz)
Freudenstadt
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Ältere Frau telefoniert: ARCHIV - 11.10.2019, Bayern, Würzburg: Eine ältere Frau telefoniert mit einem schnurlosen Festnetztelefon (gestellte Szene).  (zu dpa: «Seniorin verliert Vermögen nach Schockanruf») Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Masche ist bekannt: Die Anrufer berichten von einem tödlichen Unfall, den ein Angehöriger verursacht haben soll. (Symbolfoto).

Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Unbekannte betrügen in Freudenstadt einen 69-Jährigen per Schockanruf um mehrere tausend Euro.
  • Eine Frau gab sich als Polizistin aus und schilderte einen tödlichen Unfall der Enkelin.
  • Das Telefon wurde kurz an eine weinende „Enkelin“ übergeben – dann forderten Täter Kaution.
  • Zwischen 14 und 15 Uhr übergab der Mann 5000 Euro an einen Abholer an seiner Wohnadresse.
  • Gesuchter Abholer: 25–30 Jahre, etwa 1,70 m, schlank, kurze schwarze Haare, schwarze Kleidung, sprach Russisch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit der Masche eines sogenannten Schockanrufs haben unbekannte Täter am Donnerstag einen Senior um mehrere tausend Euro betrogen.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen erhielt der 69-Jährige gegen 11.30 Uhr einen Anruf einer Frau, die sich als Polizeibeamtin ausgab. Sie behauptete, die Enkelin des Mannes habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht.

Während des Gesprächs wurde das Telefon kurzzeitig an die vermeintliche Enkelin übergeben, welche weinend von dem Unfall berichtete. Im weiteren Verlauf forderten die Betrüger eine Kaution, um eine Inhaftierung der Enkelin abzuwenden.

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5000 Euro übergeben

Der Geschädigte übergab zwischen 14 Uhr und 15 Uhr einem angekündigten Abholer an seiner Wohnanschrift, im nördlichen Bereich von Freudenstadt, 5000 Euro. Der Mann flüchtete anschließend mit dem Bargeld in unbekannte Richtung.

Der Abholer wird als etwa 25 bis 30 Jahre alt, circa 1,70 m groß und schlank beschrieben. Er hatte kurze schwarze Haare, trug eine schwarze lange Hose sowie ein schwarzes Kurzarmhemd und sprach ausschließlich Russisch.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise auf den beschriebenen Mann geben können, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 07231 186-4444 zu melden.