Auszeichnung in Baiersbronn: Azubi geht auch gerne knifflige Aufgaben an

Leon Kaufmann schätzt anspruchsvolle Aufgaben, wie zum Beispiel komplizierte Verkabelungen.
Braun GmbHDer 20-Jährige wird im ersten Lehrjahr bei der Gottfried Braun GmbH in Baiersbronn zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik ausgebildet.
„Mach dir selbst ein Bild“ ist laut einer Pressemitteilung, in der die Handwerkskammer über die Ehrung informiert, die wohl wichtigste Empfehlung an Jugendliche, die vor der Berufswahl stehen. Leon Kaufmann habe diesen Ratschlag beherzigt und insgesamt sechs Praktika während der Schulzeit gemacht.
Vier Mal schaute er sich bei Heizungsbauern um, davon zwei Mal in seinem heutigen Ausbildungsbetrieb. Kaufmann lernte zunächst Anlagenmechaniker Sanitär, Heizung, Klima. Die Ausbildung schloss er im vergangenen Sommer ab.
Einige Wochen später fing er eine weitere Ausbildung im selben Betrieb an, dieses Mal zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. Auf die Idee brachte ihn ein Kollege, der es genauso gemacht hatte. Mit Blick auf die technischen Entwicklungen sei die Doppelqualifikation ein logischer Schritt, erklärt Kaufmann.
Großes Lob vom Chef
Firmenchef Jörg Braun setzt große Stücke auf seinen Auszubildenden: „Leon ist mit Begeisterung Handwerker und überzeugt durch seine hohe Leistungsbereitschaft und Eigeninitiative. Nachdem er seine erste Ausbildung hervorragend abgeschlossen hat, geht er die zweite mit demselben Engagement an und zeigt dabei eine beeindruckende Lernkurve.“ Kein Wunder, dass Kaufmann im ersten Jahr seiner Elektronikerlehre schon regelmäßig selbstständig auf Baustellen eingesetzt wird, heißt es in der Mitteilung weiter. Neben der Zuverlässigkeit und Präzision der Arbeit hebt Braun den Teamgeist hervor: „Leon teilt sein Wissen mit anderen Lehrlingen, ist immer hilfsbereit und damit ein echter Teamplayer.“
Was ihm an seinem Ausbildungsalltag gefällt, beschreibt Kaufmann so: „Die Arbeit ist abwechslungsreich, und man sieht, was man geschafft hat.“ Aktuell dreht sich vieles um Photovoltaik. Kaufmann montiert Anlagen und Akkumulatoren, mit denen der erzeugte Strom gespeichert wird. Wenn es dabei kniffelig wird, ist Kaufmann, der in seiner Freizeit das Programmieren entdeckt hat, in seinem Element. „Am liebsten kümmere ich mich um komplizierte Verkabelungen.“
Wie es nach dem Abschluss der zweiten Lehre weitergeht, dazu hat Kaufmann bereits konkrete Vorstellungen: „Vielleicht noch ein Jahr Erfahrung sammeln, dann möchte ich mit der Meisterausbildung beginnen.“ Genau genommen werden es zwei Vorbereitungslehrgänge sein, denn Kaufmann hat vor, nach zwei Gesellenbriefen auch zwei Meistertitel, einen als Installateur und Heizungsbauer und einen als Elektroniker, zu erwerben.