Ausstellung in Freudenstadt
: Ihre Werke sind Symbole einer verlorenen Heimat

Zahiya Mehyo lässt die Betrachter ihrer Kunst einen Blick zwischen Licht und Schatten werfen.
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(red/pm)
Oberndorf
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Zahiya Mehyo stellt ihre Werke vor.

Wali Soruoush

Zahiya Mehyo malt nicht einfach nur Bilder von Syrien, sie erschafft Räume, in die man eintritt. Am vergangenen Freitag eröffnete die Künstlerin in der Galerie der Kreisvolkshochschule Freudenstadt ihre Werkschau unter dem Titel „Syrien – zwischen Licht und Schatten“ im Beisein von etwa 60 Gästen. Darüber berichtet der Freundeskreis Asyl Freudenstadt in einer Pressemitteilung.

Mehyo selbst beschreibt ihre Werke als „Sprache der Seele“. Wer vor ihren Bildern steht, versteht laut Mitteilung sofort, was sie meint. Die Ausstellung führt die Betrachter durch eine emotionale Landschaft: die blauen Wände im Haus der Großmutter, der ferne Klang von Fairuz’ Stimme – Symbole einer verlorenen Heimat. Und Mehyo blickt auch dorthin, wo es wehtut: zu den wartenden Familien und den Schicksalen derer, die nie aus den Kerkern des Regimes zurückkehrten. Ihre Kunst weicht dem Schmerz nicht aus; sie hält ihn fest, wie eine Kerze, die im Verlöschen noch einmal hell aufleuchtet.

Begleitet vom Freundeskreis Asyl

Volkshochschuldirektor Sascha Falk begrüßte die zahlreichen Besucher zur Vernissage. Martin Dietz, Vorsitzender des Freundeskreises Asyl, erläuterte die Entstehungsgeschichte der Ausstellung. Der Freundeskreis Asyl hatte die Künstlerin über mehrere Monate hinweg begleitet, von der ersten Idee bis zur Ausstellungsorganisation.

Ein Höhepunkt sei der Beitrag der Künstlerin gewesen. Mehyo sprach über ihre Biografie, die tiefe Bedeutung, die das Malen für ihr Leben hat, und den Wunsch, ihre Geschichte durch die Kunst auszudrücken. Von ihr verfasste Begleittexte und kuratierte Musik vertieften das Erlebnis, syrische Spezialitäten machten die Kultur auch geschmacklich greifbar und überall im Raum entstanden lebhafte Gespräche.

Geschichten, die gehört werden wollen

Die Kooperation zwischen dem Freundeskreis Asyl, dem Amt für Migration, der Volkshochschule und der Volksbank Nordschwarzwald unterstreiche ein Anliegen: Geflüchteten nicht als Bittsteller zu begegnen, sondern als gestaltende Akteure der Gesellschaft, mit Geschichten, die gehört werden wollen.

Die Ausstellung ist noch bis Freitag, 29. Mai, geöffnet.

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