Alpirsbach
: Vauth-Sagel schließt beide Werke

Wirtschaft: Produktion in Alpirsbach und Betzweiler wird eingestellt / Sozialplan für 32 Mitarbeiter steht
Von
Claus Wiegert
Oberndorf
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Was mit dem bald leer stehenden Hetal-Gebäude in der Alpirsbacher Innenstadt geschieht, ist ungewiss. Foto: Hering

Schwarzwälder Bote

Vor gut einem Jahr erst übernahm das Familienunternehmen Vauth-Sagel die Hetal-Werke mit den zwei Standorten in Betzweiler und Alpirsbach. Zum Jahresende werden nun beide dicht gemacht.

Alpirsbach. Die Produktion von Systemkomponenten für die Küchenmöbel- und Automobilbranche wird in den Werken in Alpirsbach und Betzweiler eingestellt, wie Florian Goos von der Goos Communication in Hamburg auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte. Sie übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit für das Unternehmen.

Maschinen werden abgebaut

Als Grund für die Schließung nennt Goos, dass das Unternehmen mit einigen Produkten nicht so punkten konnte wie erwartet und manche auch im Ausland billiger produziert werden.

Für die insgesamt 32 Mitarbeiter in den beiden früheren Hetal-Werken sei ein Sozialplan vereinbart worden, dem der Betriebsrat bereits zugestimmt habe.

Die Maschinen werden derzeit abgebaut und in andere Betriebe von Vauth-Sagel gebracht.

Eine Weiterbeschäftigung der Mitarbeiter aus dem Nordschwarzwald kommt wegen der großen Entfernung zu den anderen vier Standorten der Unternehmensgruppe Vauth-Sagel in Ostwestfalen und Nordhessen kaum in Frage. Bei der Übernahme hatten die Hetal-Werke, damals ein Tochter-Unternehmen der Würth-Gruppe, noch rund 50 Mitarbeiter. Was mit den Betriebsgebäuden und Grundstücken in Alpirsbach und Betzweiler nun geschieht, ist noch offen. Sie gehören nach wie vor der Würth-Gruppe.

"Zur Verwendung des Gebäudekomplexes am Standort Alpirsbach und Betzweiler können wir zum aktuellen Zeitpunkt keine konkreten Angaben machen", teilte Ralph Herrmann, Leiter der Unternehmenskommunikation der Würth-Gruppe, auf Anfrage mit. Die Würth-Gruppe beschäftige sich zwar mit der weiteren Verwendung, es gebe jedoch "noch keinen Beschluss, den wir kommunizieren können".

Der Alpirsbacher Gemeinderat hat sich ebenfalls schon öfter mit dem Hetal-Areal im Stadtzentrum befasst – auch im Hinblick auf die Altstadtsanierung. Sollte das Hetal-Gebäude zu kaufen sein, empfiehlt die Alpirsbacher Stadtverwaltung nach derzeitigem Stand allerdings keinen Erwerb durch die Kommune. Zunächst müsse stattdessen eine Machbarkeitsstudie erarbeitet werden. Dazu würden nach Meinung der Kommunalentwicklung der Landesbank Baden-Württemberg auch ein Struktur- und Nutzungsgutachten, ein Baugrund- und ein Rückbaugutachten gehören.

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