Abiturfeier in Baiersbronn: Jahrgangsbester Lenny Faißt schafft Durchschnitt von 1,3

Geschafft: die 19 Abiturienten des Richard-von-Weizsäcker-Gymnasiums im Grünen in Röt
Richard-von-Weizsäcker-GymnasiumLange im Voraus war das Röter Kurhaus bereits gemietet, alle Vorbereitungen waren schon getroffen – dass das EM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Spanien bei der Fußball-EM dann just auf den Abend der Abiturfeier des Richard-von-Weizsäcker-Gymnasiums fiel, war dann doch überraschend, so die Schule in ihrem Bericht.
Die Abiturienten gestalteten schnell um: Das Programm wurde nach hinten verlegt, das Spiel wurde gemeinschaftlich auf der Leinwand verfolgt, einzelne Reden wurden in die Halbzeitpause verschoben.
Schulleiter Marco Finkbeiner dankte zunächst Eltern, Lehrkräften und Schülern gleichermaßen für die Gestaltung von Beziehungen rund um die Schule. Den Abiturienten wünschte er: „Sucht euch ein Berufsfeld, für das ihr brennt, das euch mit Sinn erfüllt.“ Bei der Berufswahl gehe es nicht in erster Linie ums Geldverdienen, sondern um die Leidenschaft für die Arbeit.
Bürgermeister Ruf gratuliert
Glückwünsche kamen auch von Bürgermeister Michael Ruf: „Ihr habt es geschafft, und ihr seid ausgerüstet für diese Welt.“ Mit Blick auf Digitalisierung und Robotisierung erinnerte er aber auch an eine sich rasant wandelnde Berufswelt: „Es werden Jobs wegfallen, die es immer gab, und neue entstehen, die wir uns nicht vorstellen können.“ Den Preis für den besten Notendurchschnitt (1,3) überreichte der Bürgermeister Lenny Faißt.
Simone Gaiser, Vorsitzende des Fördervereins des Gymnasiums, kürte Lara Mohrlok mit dem Sozialpreis: „Wir brauchen die Toleranz und die Hilfsbereitschaft gegenüber Mitmenschen.“ Der Preisträger wird jährlich von den Abiturienten selbst gewählt.
Abiturientin Denise Günther rief in ihrer Rede dem Jahrgang zu: „Ich bin stolz auf uns!“ Man sei auf das „richtige Leben“ gut an der Schule vorbereitet worden. Scheffelpreisträger Maximilian Rehm erinnerte sich in seiner Ansprache vor allem an alle außerunterrichtlichen Veranstaltungen, die die Abiturienten im Laufe ihrer Schulzeit durchlebt hatten und die unverzichtbar seien für ein gelungenes Schulleben.

Die Sonderpreisträger (von links): Maximilian Rehm, Fabio Klumpp, Lenny Faißt, Sem-Joel Würth, Adrian Züfle und Lara Mohrlok
Foto: Richard-von-Weizsäcker-GymnasiumDie beiden Tutoren Tanja Frey und Tobias Schmidt hatten eine Foto-Show mit Baby- und Kinderbildern der Schüler vorbereitet. Einiges zu schmunzeln und zu erzählen gab es da im Saal unter Eltern und Abiturienten. Auch im Rückblick auf die gemeinsame Studienfahrt nach Rom im vergangenen Jahr kam die eine oder andere Anekdote ans Tageslicht. Herzliche Worte fanden auch die Elternvertreterinnen für den Jahrgang und die Tutoren, zahlreiche Geschenke wurden von Schülerseite dann an die Lehrkräfte verteilt.
Witzig und gesellig wurde es bei dem vom Jahrgang organisierten „Kahoot“-Spiel: Einzelne Gruppen im Saal konnten sich dabei in das Onlinespiel einloggen und Fragen rund um die Abiturienten beantworten. Fragen wie „Wer ist bei den Schülern der größte Zuspätkommer?“ oder „Wer gilt als größter Lehrerschreck?“ standen dabei zur Auswahl.
Emotional wurde es, als Abiturientin Sophie Rothfuß eine Kostprobe ihrer Gesangskünste gab. Kurzweilige Präsentationen des Leistungsfachs Deutsch und der Lateinklasse rundeten den gelungenen Abend ab.
Abiturienten und Preisträger
Die Abiturienten
Kurs J2a (Tutor Tobias Schmidt): Jason Barth, Hekim Degmez, Lenny Faißt, Mika Fischer, Daniel Gaiser, Matey Mankovski, Robin Merkel, Lara Mohrlok, Nanouk Straub, Jannik Wurster, Sem-Joel Würth und Adrian Züfle. Kurs J2b (Tutorin Tanja Frey): Hesret Degmez, Denise Günther, Fabio Klumpp, Melanie Pfeifle, Maximilian Rehm, Lea Reiser und Sophie Rothfuß.
Die Sonderpreisträger
Maximilian Rehm (Scheffelpreis der Literarischen Gesellschaft; Preis des Vereins Deutsche Sprache), Fabio Klumpp (Preis der Deutschen Gesellschaft für Philosophie), Lenny Faißt (Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker; Paul-Schempp-Preis für hervorragende Leistungen im Fach evangelische Religionslehre; Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft; Preis der Gemeinde für das beste Abitur), Sem-Joel Würth (Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft; Preis der Deutschen Mathematiker Vereinigung; Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker), Adrian Züfle (Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft) und Lara Mohrlok (Preis der Stiftung Humanismus für hervorragende Leistungen im Fach Latein; Sozialpreis des Fördervereins des Gymnasiums).