Zweimal Bronze bei Olympia: Freiburger Ringerlegende Adolf Seger stribt im Alter von 81 Jahren

Die Freiburger Ringer-Legende Adolf Seeger ist im Alter von 81 Jahren gestorben.
imago images/Eibner- Freiburger Ringerlegende Adolf Seger starb im Alter von 81 Jahren.
- Er wurde zweimal Weltmeister, dreimal Europameister und holte 1972 sowie 1976 Olympia-Bronze.
- Der DRB würdigte ihn: bescheiden, bodenständig, nahbar – Mitglied der Hall of Fame seit 2022.
- Treu dem AV Germania Freiburg-St. Georgen, engagiert für Kinderkrebshilfe und Benefiz-Turniere.
- In Freiburg blieb er präsent, etwa beim Tischtennis im Strandbad; sein Vermächtnis betont Treue und Fairness.
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Zweimal wurde der Ringer Adolf Seger Weltmeister, dreimal Europameister, und bei Olympia 1972 und 1976 gewann er jeweils die Bronzemedaille. Diese Medaillensammlung macht ihn zum erfolgreichsten deutschen Ringer. Nun ist die Ringerlegende aus Freiburg im Alter von 81 Jahren verstorben.
„Mit ihm verliert die deutsche Ringerfamilie eine ihrer prägendsten Persönlichkeiten“, würdigte der Deutsche Ringer-Bund (DRB) Seger, der weit mehr war als nur ein erfolgreicher Sportler. „Trotz seiner sportlichen Erfolge blieb er stets bescheiden, bodenständig und nahbar. Für viele Menschen war er nicht nur ein Olympiamedaillengewinner, sondern ein Freund, Ratgeber und Vorbild“, schreibt der DRB weiter.
Fast schon logisch, dass der Verband Seger 2022 als Anerkennung seiner außergewöhnlichen Verdienste in die Hall of Fame des DRB aufgenommen hat. „Damit gehört er zu den Persönlichkeiten, die den Ringkampfsport in Deutschland nachhaltig geprägt und Generationen von Sportlerinnen und Sportlern inspiriert haben“, so der Verband in seinem Nachruf.
Seinem Verein das ganze Leben lang treu gewesen
In Freiburg war Seger auch Jahrzehnte nach seiner Karriere als Weltklasse-Ringer bekannt – regelmäßig stand er an den Tischtennisplatten im Strandbad und spielte dort mit jedem, der Lust hatte. Begonnen hat Segers Ringerkarriere beim AV Germania Freiburg-St. Georgen. Dem Verein, der heute gemeinsam mit dem SV Freiburg-Haslach als RKG Freiburg 2000 in der 1. Bundesliga ringt, blieb Seger sein gesamtes Leben über treu.
Tischtennis im Strandbad
„Wir verlieren einen Freund, einen Ratgeber, einen Botschafter unseres Sports und einen Menschen, der mit seiner Bescheidenheit und Herzlichkeit unzählige Herzen berührt hat“, schreibt der Verein auf seiner Homepage und erinnert an einen Menschen, der „seine Bekanntheit immer wieder in den Dienst anderer Menschen“ stellte. So unterstützte Seger viele Jahre lang die Kinderkrebshilfe. Viele Jahre lang fand im Freiburger Strandbad unter seiner Schirmherrschaft ein Benefiz-Tischtennisturnier statt.
Seger bleibt daher in Freiburg und Region nicht nur als erfolgreicher Sportler, sondern vor allem als ein guter Mensch in Erinnerung. „Seine Erfolge werden unvergessen sein – noch wichtiger aber ist das Vermächtnis, das er hinterlässt: Treue, Fairness, Leidenschaft und die Überzeugung, immer die berühmte ‚extra Meile‘ zu gehen“, schreibt die RKG und verneigt sich vor Segers Lebenswerk.
