Zutritt erst ab 16 Jahren: Freiburger Damenbad zieht nach erstem Wochenende mit neuer Regelung Bilanz

Ein Schild am Eingang des Lorettobades weist auf die geänderten Zutrittsregeln im Freiburger Damenbad hin.
Philipp von Ditfurth/dpa- Freiburgs Damenbad lässt von Freitag bis Sonntag nur Frauen ab 16 Jahren hinein.
- Grund ist die geringe Fläche: Das Bad erreicht mit 400 bis 450 Personen schnell die Grenze.
- Am ersten Wochenende funktionierte die Regel, trotz kurzem Einlassstopp wegen Überfüllung.
- Der Betreiber meldet entspanntere Atmosphäre, aber auch vereinzelten Ärger über die Neuerung.
- Andere Bereiche bleiben offen: Familienbad im Lorettobad und alle weiteren Bäder ohne Limits.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Freiburg und Südbaden schwitzen aufgrund der noch immer anhaltenden Hitze. Viele Menschen sind daher auf der Suche nach Abkühlung. Das merkte man auch bei der Regio Bäder GmbH (RBG), die die kommunalen Frei- und Hallenbäder in Freiburg betreibt. Dabei hat nicht jedes Bad eine so große Kapazität wie zum Beispiel das Strandbad in Littenweiler.
„Aufgrund seiner spezifischen räumlichen Gegebenheiten“ komme das Damenbad im Lorettobad „regelmäßig an seine Kapazitätsgrenzen“, heißt es von der RBG. 400 bis 450 Personen können demnach Deutschlands einziges Damenbad besuchen. „Da das Areal sehr klein ist“, wird diese Grenze schnell erreicht. „Der Zugang musste aufgrund der hohen Auslastung im Bad in dieser Saison bereits häufiger ausgesetzt werden“, heißt es vom Betreiber.
Daher hat die Regio Bäder GmbH vor dem vergangenen Wochenende eine neue Regel in Kraft gesetzt. Von Freitag bis Sonntag haben demnach nur noch Frauen ab 16 Jahren Zugang zum Damenbad. Ziel ist es, „auch an hochfrequentierten Tagen einen geordneten und sicheren Badebetrieb zu ermöglichen und den Charakter des Damenbads zu erhalten“, begründet der Betreiber diesen Schritt.
„Hat am Wochenende auch funktioniert und war angebracht“
Am vergangenen Wochenende wurde diese Zugangsregel erstmals durchgesetzt. „Es geht mit der neuen Zugangsregelung im Damenbad darum, die Kapazitätsprobleme zu bewältigen, und das hat am Wochenende auch funktioniert und war angebracht“, teilte die Regio Bäder GmbH am Montag auf Nachfrage unserer Redaktion mit.
Kurzer Einlassstopp am Wochenende
Wegen Überfüllung gab es zwar am Wochenende zwischenzeitlich einen kurzen Einlassstopp im Damenbad. „Aber das zeigt ja, dass die Enge in dem Bad an einem bestimmten Zeitpunkt keinen Sinn mehr macht“, so die RBG weiter. Beim Betreiber ist man daher zufrieden mit dem ersten Wochenende, an dem die Beschränkung galt: „Alles in allem wurde die neue Regelung gut angenommen und hat aus unserer Sicht funktioniert.“
Manche Frauen haben sich geärgert
Ganz ohne Kritik ging es jedoch nicht. „Aber natürlich gab es auch Frauen, die sich geärgert haben, weil es für sie neu und ungewohnt war“, so die RBG. Allerdings habe es auch „viele Befürworterinnen der neuen Regelung“ gegeben. Das Personal habe es kommunikativ gut hinbekommen und die Atmosphäre im Damenbad „war alles in allem entspannter“, so die Bilanz nach dem Wochenende.
Das Damenbad im Lorettobad ist das einzige Bad in Freiburg, bei dem eine Zugangsregelung gilt. „Für das Familienbad im Lorettobad sowie alle anderen Bäder gelten keinerlei Einschränkungen“, so die Regio Bäder GmbH.
