So laut wie ein Presslufthammer
: Zwei getunte Autos werden in Freiburg gestoppt

Die Freiburger Polizei hat zwei Autos aus dem Verkehr gezogen, die zu laut waren und unzulässige Umbauten hatten.
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(red/pz)
Oberndorf
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Die Polizei hat in Freiburg zwei „Autoposer“ kontrolliert . (Symbolfoto)

Thomas Banneyer/dpa

Die Verkehrspolizei Freiburg hat am vergangenen Montag im Freiburger Stadtgebiet zwei Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen, die offenbar der „Poser- und Tuningszene“ zuzuordnen sind.

Die Beamten stellten massive Lärmbelästigungen sowie lebensgefährliche technische Mängel fest.

Audi ist 96 statt 75 Dezibel laut

Bereits während der Streifenfahrt fiel den Spezialisten der Verkehrsüberwachung ein dieselbetriebener Audi SQ5 durch extremes Geräuschverhalten auf.

Im Rahmen der anschließenden Verkehrskontrolle konnte der illegalen Einbau eines Soundgenerators, der gezielt den Klang eines großvolumigen V8-Motors imitierte, festgestellt werden.

Statt der zulässigen 75 Dezibel verursachte das Fahrzeug ein Standgeräusch von 96 Dezibel. Diese akustische Belastung entspricht der Lautstärke eines Presslufthammers und dient ausschließlich der Erzeugung maximaler Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum.

Reifen eines BMW hatten bereits Risse

Noch gravierender stuften die Beamten den Zustand eines kontrollierten BMW Coupés ein. Dort wurden mehr als zwölf erhebliche Mängel und verkehrsunsichere Mängel protokolliert.

Darunter befanden sich technische Veränderungen, die nicht nur unzulässig, sondern konkret gefährlich waren.

So schliffen die Hinterreifen bereits am Radhauskasten, wodurch das Reifenprofil deutlich beschädigt war. Zudem waren die montierten Reifen 12 und 13 Jahre alt und wiesen bereits Rissbildungen auf. Dieser Zustand stellte ebenfalls ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

Auto gezielt manipuliert

Im Weiteren war eine manipulierte Abgasanlage eingebaut, bei der über eine zusätzlich installierte Klappenkonstruktion die Schalldämpfung vollständig außer Kraft gesetzt werden konnte. Das Ergebnis: maximale Lautstärke bei minimaler Kontrolle.

Die Vielzahl der festgestellten Mängel zeigt laut Polizei deutlich, dass es sich nicht um einzelne technische Abweichungen handelt, sondern um systematische und bewusste Umbauten mit dem Ziel, Lautstärke und Auffälligkeit über Sicherheit und Vorschriften zu stellen.

Polizei kündigt weitere Kontrollen an

Bei beiden Fahrzeugen war damit die Betriebserlaubnis erloschen. Die Kennzeichen sowie Zulassungsbescheinigungen wurden unmittelbar sichergestellt und die Weiterfahrt untersagt. Gegen Fahrer sowie Fahrzeughalter wurden entsprechende Anzeigen eingeleitet.

Die Vielzahl der Mängel verdeutlicht, dass derartige Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr nichts zu suchen haben, teilt die Polizei mit.

Kontrollen dieser Art werden weiterhin konsequent vorgenommen, um die Sicherheit zu erhöhen und die Belastung für Anwohner durch unnötigen Lärm nachhaltig zu reduzieren.

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