Sabotage an Ramadan-Beleuchtung
: Rechtsextreme Gruppe bekennt sich zu einem von zwei Vorfällen in Freiburg

Die Freiburger Polizei ermittelt derzeit, ob zwei Vorfälle an der Ramadan-Beleuchtung zusammenhängen. Zu einem der Vorfälle hat sich die rechtsextreme „Identitäre Bewegung“ bekannt.
Von
Felix Paschke
Oberndorf
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Am Wochenende kam es zu zwei Vorfällen an der Freiburger Ramadan-Beleuchtung. Zu einem der beiden Störfälle hat sich eine rechtsextreme Gruppierung im Netz bekannt.

Patrick Seeger/Stadt Freiburg

Nach zwei mutmaßlichen Anschlägen auf die Ramadan-Beleuchtung am Freiburger Seepark und dem Betzenhausener Torplatz laufen derzeit die Ermittlungen. Am Samstag wurden zunächst Kabel durchtrennt, am Sonntag verhängten zudem Unbekannte einen Teil der Beleuchtung mit einem Banner.

Für die zweite Aktion, das Aufhängen des Banners am Sonntag gegen 14.15 Uhr, hat sich ein Account der rechtsextremistischen „Identitären Bewegung“ in den Sozialen Medien bekannt. Darauf zu sehen: Zwei Unbekannte, die an dem Gerüst der Beleuchtung hochklettern und einen Banner mit der Aufschrift „Gesegnete Fastenzeit!“ und einem Kreuz anbringen.

Ob die beiden Fälle, die sich an zwei verschiedenen Tagen ereigneten, zusammenhängen, sei derzeit Gegenstand der Ermittlungen, sagte Polizeisprecher Özkan Cira auf Nachfrage unserer Redaktion. Bereits am Montag hatte die Polizei mitgeteilt, dass die Staatsschutzabteilung der Kriminalpolizei Freiburg die Ermittlungen übernommen hat.

Ein breites Bündnis in der Stadt verurteilt die Sabotage scharf

Als Reaktion auf die beiden Vorfälle vom Wochenende veröffentliche am Dienstagmittag Ein Bündnis aus christlichen, muslimischen und jüdischen Gemeinden sowie dem Oberbürgermeister Freiburgs ein Statement unter der Überschrift „Ja zu Vielfalt und friedlichem Miteinander – Nein zu Hass und Hetze,Gewalt und Spaltung“.

„Wir verurteilen die Beschädigung aufs Schärfste“, sagt OB Horn. „Solche Aktionen zielen auf Spaltung, aber das lassen wir nicht zu.“ Freiburg sei eine vielfältige Stadt, ein Drittel habe einen internationalen Hintergrund. Alle gehörten dazu, unabhängig von Glauben und Herkunft. Auch die vier muslimischen sowie die jüdischen Gemeinden verurteilten die Sabotage an der Ramadan-Beleuchtung.

Ramadan-Beleuchtung während des gesamten Fastenmonats

Die Festbeleuchtung anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan wurde von der Stadt Freiburg in Zusammenarbeit mit vier muslimischen Gemeinden installiert und soll noch bis zum 19. März bleiben.

Schutzmaßnahmen der Leuchten erfolgt lageabhängig

Details zum Schutz – und einer möglichen Ausweitung der Schutzmaßnahmen – der Beleuchtung vor weiteren Sabotageakten nannte Polizeisprecher Cira aus einsatztaktischen Gründen nicht. Man habe die Entwicklungen im Blick und reagiere angepasst an die Lage, so Cira.

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