Marmelade für den guten Zweck: Sammelaktion unterstützt die Freiburger Bahnhofsmission

Matthias Reinbold hat die Marmeladen-Challenge ins Leben gerufen. Unterstützt wird er unter anderem von Oksana Vyhovska von der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft Freiburg
ReinboldDie Freiburger Bahnhofsmission verteilt seit mehr als 120 Jahren belegte Brote an Bedürftige. Doch die Tradition, von der täglich rund 100 Menschen profitieren, ist gefährdet: Die Marmeladenvorräte der Hilfsorganisation sind zuletzt gefährlich geschrumpft. Mit der „Marmeladen-Challenge“ soll nun Abhilfe geschaffen werden.
Der Freiburger Journalist und Blogger Matthias Reinbold ist einer der Initiatoren der Aktion. Es gehe bei der Challenge um eine langfristige Unterstützung, so Reinbold. Als Erstes habe man aus verschiedenen Gastronomiebetrieben in der Stadt große Vorratsgläser mit Marmelade eingesammelt und gespendet. Doch die Helfer benötigen im Jahr durchschnittlich rund 1000 Gläser Marmelade. Diese wurden bisher auch immer fleißig gespendet. Zuletzt aber drohte der Marmeladenstrom auszutrocknen.
Bisher wurden mehr als 100 Gläser gesammelt
Die Bahnhofsmission musste Brotaufstrich aus Spendengeldern zukaufen, die eigentlich für andere Zwecke vorgesehen waren, so die Leiterin der Einrichtung, Sarah Gugel, gegenüber der Presseagentur KNA. Diese hatte die Freiburger „Marmeladen-Challenge“ bundesweit bekannt gemacht.
Auch herzhafte Aufstriche und Nutella seien willkommen, so Sarah Gugel. Die Bahnhofsmission schmiert ihre Brote für Arme, Wohnungslose oder andere Menschen in Not. Es sei erschütternd, dass eine belegte Stulle für manche Bedürftige die einzige Mahlzeit am Tag sei, so Reinbold in seinem Blog.
Spenden kann man die Marmeladengläser direkt bei der Bahnhofsmission in Freiburg. Seit Beginn der Aktion sind so schon einige Hundert Gläser Brotaufstrich und Marmelade verschiedenster Geschmacksrichtungen zusammengekommen, berichtet Reinbold. „Die weiteste Anfahrt hatte ein Herr aus Lahr“, erklärt der Initiator.