Kreiskrankenhaus Emmendingen: Nach Tippfehler landen Zehntausende Patientendaten bei falschem Empfänger

Im Kreiskrankenhaus Emmendingen sind infolge einer Datenpanne zahlreiche Patientendaten an einen unbekannten Empfänger geschickt worden.
Bernd Weißbrod/dpa (Symbolfoto)- Datenpanne im Kreiskrankenhaus Emmendingen: Patientendaten an falsche Person versendet.
- Ursache ist ein Tippfehler, Hinweise auf kriminellen Hintergrund gibt es nicht.
- Rund 135.000 Datensätze betroffen – in über 95 Prozent nur Stammdaten wie Name und Adresse.
- Keine Behandlungsdaten versendet, Missbrauchshinweise fehlen laut Klinik.
- Kontakt für Betroffene: ds-vorfall@krankenhaus-emmendingen.de und 07641-454 2288.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Rund 12.000 Patienten versorgt das Kreiskrankenhaus Emmendingen eigenen Angaben zufolge pro Jahr. „Dazu kommen rund 20.000 ambulante Patienten aus dem Landkreis und der Region“, heißt es auf der Klinik-Homepage weiter. Persönliche Daten von vielen dieser Patienten wurden nun aufgrund einer Datenpanne an eine bislang unbekannte Person versendet.
Diesen Vorfall macht das Kreiskrankenhaus auf seiner Webseite öffentlich und erklärt, wie es dazu kommen konnte. „Bedauerlicherweise“ sei es demnach „aufgrund eines Tippfehlers“ zum „Versand personenbezogener Daten unserer Patienten an eine uns unbekannte Person“ gekommen, schreibt die Klinik.
Hinweise auf kriminelle Absichten eines Beteiligten gebe es derzeit nicht, heißt es auf der Homepage – weder aufseiten der Klinik, noch beim Empfänger. „Es ist wahrscheinlich, dass diese Person den Erhalt der Daten selbst noch nicht bemerkt hat oder diese aber ungesehen gelöscht hat“, so die Klinik weiter. Hinweise auf den Missbrauch der Daten gebe es bislang nicht.
In mehr als 95 Prozent der Fälle sind „nur“ die Stammdaten betroffen
Insgesamt ist in Medienberichten die Rede von insgesamt rund 135.000 Patientendaten, die aufgrund des Tippfehlers an die falsche Person gesendet wurden. In mehr als 95 Prozent der Fälle seien „nur“ die Stammdaten der Patienten betroffen, also etwa Name, Adresse und Geburtsdatum.
Heißt jedoch im Umkehrschluss: In knapp fünf Prozent der Fälle wurden weitere Informationen über die Patienten versendet. Die Klinik dazu: „In keinem Datensatz sind Behandlungsdaten (Befunde, Diagnosen, Arztbriefe, MRT- oder Röntgenaufnahmen, Bilder jeder Art) enthalten.“
Empfänger der Nachricht wird gesucht
Nachdem das Krankenhaus von der Datenpanne erfahren hatte, wurden zahlreiche Anstrengungen unternommen, um den oder die Empfängerin der Daten zu ermitteln. „Um sie anwaltlich gegebenenfalls eilgerichtlich zur unverzüglichen Löschung aufzufordern, falls das noch nicht geschehen ist“, erklärt die Klinik. Dafür beauftrage man spezielle „professionelle Dienste und auch die zuständigen Ermittlungsbehörden“.
Klinik bedauert den Vorfall sehr
„Das Vertrauen unserer Patienten in unsere Arbeit und den ordnungsgemäßen Umgang mit Ihren personenbezogenen Daten ist von hohem Wert für uns! Wir setzen alles daran, dass ein solcher Zwischenfall zukünftig nicht mehr vorkommt“, schreibt das Krankenhaus abschließend und bedauert den Vorfall sehr.
Das können Patienten tun
Damit Patienten herausfinden können, ob ihre persönlichen Daten betroffen sind, hat das Krankenhaus eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet. Diese ist per E-Mail an ds-vorfall@krankenhaus-emmendingen.de erreichbar. Wer sich an diese Adresse wendet, solle Namen, Vornamen sowie das Geburtsdatum angeben.
Unter der Telefonnummer 07641-454 2288 wurde zudem eine Hotline eingerichtet, die wochentäglich von 9.00 bis 16.00 Uhr erreichbar ist.

