Entwarnung in Freiburg
: Sprengung durch Polizei erfolgreich – Substanz war hochexplosiv

Entwarnung in Freiburg: Die gefundenen Substanzen in einem Wohnhaus wurden gesprengt. Ersten Erkenntnissen nach könnte es sich um Pikrinsäure gehandelt haben.
Von
Felix Paschke und Alexander Blessing
Oberndorf
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Um die Bevölkerung nicht zu gefährden, wurde der Bereich durch die Polizei abgesperrt. Mittlerweile war die Sprengung der verdächtigen Substanz erfolgreich.

Philipp von Ditfurth/dpa

Nur gut eineinhalb Stunden nach der ersten Meldung konnte die Polizei am Donnerstagnachmittag Entwarnung geben: Nachdem im Keller eines Wohnhauses in der Fehrenbachallee mutmaßlich gefährliche Substanzen gefunden wurden, wurden diese am späten Nachmittag erfolgreich gesprengt.

Das meldete die Polizei um 17.36 Uhr. Demnach wurde die Substanz durch den Entschärfungsdienst der Bundespolizei gesprengt. Verletzt wurde laut Polizei niemand, Hinweise auf Schäden seien ebenfalls nicht bekannt, so die Mitteilung.

In dieser machte die Polizei auch erste Angaben zur Art der Substanz. Möglicherweise soll es sich dabei um getrocknete Pikrinsäure gehandelt handeln. Dieser Stoff gilt als extrem gefährlich und hochexplosiv. Historisch wurde Pikrinsäure als Sprengstoff genutzt, heute kommt sie hauptsächlich als Zwischenprodukt in der chemischen Industrie und der Mikroskopie zum Einsatz.

Wohl schon seit vielen Jahren im Keller gelagert

Wie der hochexplosive Stoff in den Keller des Wohnhauses gekommen ist, ist derzeit noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Ersten Erkenntnissen zufolge sollen die gefundenen und gefährlichen Chemikalien bereits seit vielen Jahren dort gelagert worden sein, schreibt die Polizei. Bei einer Entrümpelung wurde diese gefährlichen Stoffe nun entdeckt.

Teile der Straße wurden für den Verkehr gesperrt

Sobald vollständig sichergestellt sei, dass für die Bewohner in der Fehrenbachallee keine Gefahr mehr besteht, soll die Sperrung durch die Polizei aufgehoben werden. Teile der Straße wurden am Nachmittag nach dem Fund für den Verkehr gesperrt.

Drei Wohnhäuser zur Sicherheit geräumt

Um eine sichere Sprengung zu gewährleisten wurde zudem die unmittelbare Umgebung geräumt, die Rede war von insgesamt drei Wohnhäusern. Laut Angaben der Polizei waren rund 35 Bewohner von der Evakuierung betroffen.

Um kurz nach 16 Uhr hatte auch die bundesweite Nina-Warn-App die Nutzer gewarnt. Dort war bereits die Rede von veralteten Chemikalien.

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