50 Fälle im Raum Freiburg
: Betrüger haben es auf Opfer von anderen Betrügern abgesehen

Im Raum Freiburg wurden angebliche Online-Betrugshelfer entlarvt. Diese haben  Opfern von Betrugsmaschen Hilfe angeboten, um so selbst an Geld zu kommen.
Von
Alexander Blessing
Freiburg
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Illustration - Onlinebetrug: ILLUSTRATION - 27.02.2023, Berlin: Ein Mann sitzt am Laptop und hält ein Smartphone mit in der Hand. (zu dpa: «Senior verliert mehrere Hunderttausend Euro an Betrüger») Foto: Monika Skolimowska/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Betrüger haben es im Raum Freiburg auf Opfer andeer Betrugsmaschen abgesehen. (Symbolfoto)

Monika Skolimowska/dpa
  • Betrüger locken Onlinebetrugs-Opfer mit „Recovery Scam“ – versprechen Rückzahlungen.
  • Ermittlungen starteten nach Anzeige im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald.
  • Polizei fand rund 50 täuschend seriöse Webseiten, oft mit .de-Domains.
  • Webseiten und viele Festnetznummern wurden im Zuge der Ermittlungen abgeschaltet.
  • LKA warnt: keine Vorauszahlungen, keine Daten weitergeben, Kontakt abbrechen und Anzeige erstatten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Sie nennen sich „Betrugsexperten“, bieten „Onlinebetrugshilfe“ an oder geben sich als Rechtsanwaltskanzlei für „Betrugs-Recht“ aus.

Mit professionell gestalteten Internetseiten richten sich die Täter gezielt an Menschen, die bereits Opfer eines Onlinebetrugs geworden sind. Sie versprechen, verloren geglaubtes Geld zurückzuholen, und verlangen dafür eine hohe Anzahlung.

Anzeige führt zu Ermittlungen

Zu den versprochenen Rückzahlungen kommt es jedoch nie. International wird diese Betrugsmasche als „Recovery Scam“ bezeichnet. Ausgangspunkt der Ermittlungen war die Anzeige einer Geschädigten aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald.

Die Staatsanwaltschaft Freiburg und die Kriminalpolizei Freiburg nahmen die Ermittlungen auf. In enger Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg konnten rund 50 ähnlich aufgebaute betrügerische Internetseiten identifiziert werden.

Viele der Seiten verfügten über besonders vertrauenswürdig wirkende .de-Domains und vermittelten den Eindruck seriöser Beratungs- oder Rechtsdienstleistungen.

Internetseiten und Telefonnummern abgeschaltet

Im Zuge der Ermittlungen gelang es, die betrügerischen Webseiten bei einem ausländischen Anbieter abschalten zu lassen. Darüber hinaus wurden zahlreiche deutsche Festnetzrufnummern deaktiviert, über die die Täter ihre vermeintlichen Dienstleistungen angeboten hatten.

Wer bereits Opfer eines Onlinebetrugs geworden ist, hofft oft auf schnelle Hilfe. Genau diese Hoffnung machen sich Kriminelle zunutze. Mit vermeintlichen Hilfsangeboten versuchen sie, Geschädigte ein zweites Mal um ihr Geld zu bringen.

So schützen Sie sich

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg warnt deshalb eindringlich vor sogenannten Online-Betrugshelfern und gibt folgende Verhaltenstipps:

  • Seien Sie besonders misstrauisch, wenn Sie jemand unaufgefordert kontaktiert.
  • Zahlen Sie niemals Geld, um angeblich verlorenes Geld zurückzubekommen.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten heraus.
  • Brechen Sie den Kontakt ab, sobald Druck entsteht.
  • Sichern Sie Beweise, zum Beispiel durch Screenshots.
  • Informieren Sie sofort Ihre Bank oder Ihren Zahlungsdienstleister.
  • Erstatten Sie Anzeige.
  • Strafanzeige stellen Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg bittet mögliche weitere Geschädigte, sich bei ihrer örtlich zuständigen Polizeidienststelle zu melden und Strafanzeige zu erstatten.
  • Weitere Informationen zum Schutz vor Onlinebetrug und Cybercrime erhalten Sie auf der Internetseite www.polizei-beratung.de.
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