Wegen Raser und Lärm: Spur am Randenaufstieg bei Blumberg wird wieder gesperrt

Am Randenaufstieg müssen Motorradfahrer auch 2026 mit Polizeikontrollen rechnen – wie hier 2024. (Archivfoto)
WuttkeDie Verkehrsbehörde des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis will auch im Jahr 2026 den Randenaufstieg der Bundesstraße 314 bei Blumberg wieder teilweise sperren. Die Sperrung der Überholspur brachte laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes in den Vorjahren den erhofften Erfolg – weniger Motorenlärm für die Anwohnerinnen und Anwohner sowie mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.
Die diesjährige Sperrung gilt ab Donnerstag, 2. April, bis zum 25. Oktober. Gesperrt ist die Überholspur auf einer Länge von circa 750 Metern im Bereich der Sonnenhofkurve. Die Sperrung gilt immer über das Wochenende bis zum folgenden Montag, acht Uhr, sowie an den Feiertagen.
Als Rennstrecke missbraucht
Bereits in den Vorjahren ordnete die Verkehrsbehörde des Schwarzwald-Baar-Kreises eine solche Sperrung über das Wochenende und während der Feiertage an. Hintergrund für die Maßnahme ist wie in der Vergangenheit, dass sich Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern im Blumberger Stadtteil Randen über unzumutbaren Verkehrslärm – vor allem an schönen, sonnigen Wochenenden – häuften.
Gleichzeitig wurde bei zahlreichen Verkehrskontrollen festgestellt, dass einzelne Motorradfahrer den Randenaufstieg als illegale Rennstrecke missbrauchten und so die Verkehrssicherheit von anderen Verkehrsteilnehmern gefährdeten. Auch die teilweise extreme Lärmbelästigung der Anwohner konnte nicht länger toleriert werden.
Die Sperrung der Überholspur führte in der Vergangenheit dazu, dass sowohl die illegalen Rennen als auch die Lärmbelastung nahezu vollständig eingedämmt werden konnten. Das Landratsamt rechnet damit, dass es für die Sperrung auch in diesem Jahr wieder Personal- und Sachkosten von insgesamt circa 20 000 Euro aufwenden muss.
Andere Versuche liefen ins Leere
Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer, die sich an die Verkehrsregeln halten und am Wochenende einfach eine schöne Ausfahrt unternehmen möchten, sollen die Bundesstraße 314 auch weiterhin befahren dürfen. Die Kreisbehörde legt Wert auf die Feststellung, dass die Sperrung von denen zu verantworten ist, die in der Vergangenheit keinerlei Einsicht zeigten.
Frühere Versuche, die Raser auf der Randenstrecke der B 314 zur Räson zu bringen, hätten nicht gefruchtet. Geschwindigkeitsbeschränkungen, die nur für Motorradfahrer angeordnet wurden, hatten nicht den gewünschten Erfolg, ebenso wenig vermehrte Kontrollen durch die Polizei.
Daher sei die teilweise Sperrung an Wochenenden und Feiertagen, die alle Verkehrsteilnehmer treffe, unumgänglich. Neben der Sperrung der Überholspur wird es eine verstärkte Polizeipräsenz am Randenaufstieg geben.