Unterwegs in der Heimat
: Links und rechts des Ufers unterwegs

Wir stellen den Genießerpfad Gauchachschlucht: Der klammartige Durchbruch bei Hüfingen bietet allen Generationen ein Entdeckererlebnis.
Von
Zeger Karin
Oberndorf
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Eng führt der Weg am Felsen vorbei.

Thomas Bichler

Begrenzt von steilen Waldhängen und hohen Felsen zieht ein klarer Bergbach seine Bahn durch das wildromantische Naturschutzgebiet bei Hüfingen.

Am Speicherbauwerk geht es in Richtung Nordwesten. Noch blickt man weit auf das liebliche Umland, das sich links und rechts ausbreitet. Am Waldrand angekommen, biegt der Wanderer links hinab und geht danach beim Fahrweg halbrechts weiter. Ausgedehnte Wiesen und Wälder bestimmen das Landschaftsbild.

Romantik pur

Bei dem Jägerhochsitz am Waldeck wendet man sich rechts dem Schotterweg zu und ab dem Steinkreuz fällt der Weg nun auch deutlich steiler talwärts ab. Die Tour führt im Wald, an der Gabelung rechts, weiter.

Der anfangs noch breite Weg verjüngt sich bald und führt immer tiefer in den Talgrund. Deutlich ist jetzt bereits die feuchte Kühle zu spüren. Schon bald erreicht der Wanderer einen hölzernen Steg, auf dem das lauschige Balgenbächle (652 Meter) überquert wird. Danach leitet der schmale Wanderpfad direkt neben dem Wasser flussabwärts – urig und romantisch wirkt dieser Wegabschnitt.

Rauschender Wildbach

Der Genießerpfad leitet auf seiner schmalen Wegspur sicher zum Wegestandort Lochmühle (640 Meter). Dort trifft das Balgenbächle mit der Gauchach zusammen. Der Wanderer dreht sich scharf links und überquert auf einem schmalen Holzbrücklein den rauschenden Wildbach. Neben der jetzt deutlich breiteren Gauchach geht es beständig stromabwärts. Eng führt ein schmales Weglein an Felsen vorbei und eine weitere Holzbrücke leitet über das Wasser. Umgestürzte Bäume liegen wild verteilt über der Schlucht, während die Tour direkt auf Wasserhöhe, entlang der linken Uferseite, weiter führt.

Nach einer Engstelle wird der Weg wieder einfacher zu begehen, dann wechselt man auf einem weiteren Steg die Uferseite. Schon bald wird es etwas mühsamer, denn Steinstufen und Metalltritte verleihen dem Genießerpfad einen gewissen alpinen Charakter.

Burgmühle aus dem Jahr 1705

Bald aber ist die knifflige Stelle geschafft und die Gauchachschlucht weitet sich. Nach einem kleinen Wasserfall quert man die Einmündung der Engeschlucht, die rechts von Bachheim herabführt. Erneut geht es über die Gauchach und zwei drahtseilgesicherte Abschnitte führen direkt an der Felswand entlang. Dann entspannt sich die wilde Szenerie prompt. Der Wanderer wechselt noch einmal die Uferseite und gelangt flugs zur im Jahre 1705 erbauten Burgmühle, wo das Wanderheim zur Einkehr einlädt.

Nach der Rast passiert man frisch gestärkt das alte Turbinenhaus und setzt noch ein allerletztes Mal über die Gauchach. Weiter geht’s bergwärts dem Burgmühlenweg zu. Nach einem kräftezehrenden Anstieg leitet dieser halbseitig aus dem Wald – und die Landschaft wirkt nun lieblich.

Beständig dem breiten Weg folgend, passiert man nach einem Linksbogen einen hölzernen Bildstock und gelangt dann nach wenigen Minuten wieder zum Wanderparkplatz zurück.

Genießerpfad Gauchachschlucht Hüfingen

Tourdaten
Länge: 6 KilometerGehzeit: 2,5 StundenHöchster Punkt: 766 MeterHöhenmeter Anstieg: 159Höhenmeter Abstieg: 159Schwierigkeit: mittel

Anfahrt
 ÖPNV: Bus bis Mundelfingen, dann zirka ein Kilometer Zuweg. Auto: B 27 oder B 31 bis Hüfingen, dann bis Mundelfingen Ortsmitte der Ausschilderung Wanderparkplatz folgen Parkmöglichkeiten Wanderparkplatz „Burgmühlenweg“ in Mundelfingen Einkehrmöglichkeiten Wanderheim Burgmühle

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