Roggenbachschule in Unterkirnach
: Mehr Schadstoffe als erwartet bei Sanierung entdeckt

Die Sanierung der Unterkirnacher Roggenbachschule schreitet voran. Dabei wurden jedoch Schadstoffe und ein maroder Estrich gefunden. Trotzdem bleibt man bei Kosten und Zeit im Plan.
Von
Ulrich Schlenker
Oberndorf
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Derzeit sind die Rückbauarbeiten im Rahmen der Sanierung der Roggenbachschule im Gange. Ab März 2027 soll dort wieder unterrichtet werden.

Ulrich Schlenker

Ein Zwischenbericht der Planungsfirma Buerohauser lässt aufhorchen: Mehr Schadstoffe und ein maroder Estrich wurden gefunden.

Projektleiter Ulrich Fischer vom Architekturbüro Buerohauser gab im Gemeinderat trotzdem Entwarnung. „Wir halten am Zeitplan und am Kostenrahmen fest“, ließ er wissen. Bei den Kosten im Gewerk Abbruch und Rückbau sei aber unter anderem wegen der Schadstofffunde eine Erhöhung der Kosten in Höhe rund 56 000 Euro erforderlich, ließ er wissen.

„Welche Schadstoffe haben Sie gefunden?“, hakte Michael Klafki sofort nach. Von Asbest über Formaldehyd bis zu giftigen polychlorierten Biphenylen zählte Bauexperte Fischer eine ganze Litanei auf. Susanne Ciampa beruhigte ihren Gemeinderatskollegen Klafki, der lange Jahre im Schulhaus seinen Dienst verrichtet hat. Die Schadstoffe seien im verbauten Zustand keine Gefahr gewesen, sondern erst durch den jetzigen Bauwerksabbruch zu einer Gefahrenquelle geworden, ließ sie wissen.

Der Nachtrag für den zusätzlichen neuen Estrich und die zusätzlichen Arbeiten im Zusammenhang mit den Schadstoffen sei überschaubar, befand Bürgermeister Andreas Braun. „Wir bleiben trotz dem Nachtrag im Rahmen der gesamten Kostenplanung“, versicherte Architekturingenieur Fischer. Das untermauerte er mit zahlreichen Einsparungen, die sich nach seinen Angaben auf 130 000 Euro belaufen. Ein großer Posten ist dabei die verringerte Anzahl an Toiletten und ein dadurch wegfallender Rohbauanteil.

Hoffnung auf noch höhere Einsparungen

Patrick Doll, der inzwischen in Unterkirnach für die Liegenschaften zuständig ist, ging noch einen Schritt weiter. Die jetzt genannten Einsparungen seien die untere Grenze. „Ich habe Hoffnung auf mehr Einsparungen“, ließ er wissen.

Im Sanierungsfahrplan stehen bis März 2026 die Vergabe von Dacharbeiten und des Estrichs an. Auch die Klempneraufgaben sollen dann vertraglich festgezurrt sein.

Am Zeitplan zum Rückzug der Roggenbachschüler nach Unterkirnach hält Architekt Fischer fest. Im März 2027 soll das soweit sein. Patrick Seng spornte an, hier noch ehrgeiziger zu werden. „Jede Verkürzung spart der Gemeinde Kosten“, sagte er mit Blick auf den vorübergehenden Bustransfer von Schülern nach Vöhrenbach. Der Gemeinderat stimmte dem Nachtrag ohne Gegenstimme zu, mehr alten Estrich und zusätzliche Schadstoffe zum Preis von 56 322,38 Euro auszubauen.

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