Patientenversorgung
: Schmerzzentrum in Gefahr? Schwarzwald-Baar-Klinikum gibt Entwarnung

Während die Deutsche Stiftung Patientenschutz vor Einschränkungen bei Klinikbehandlungen warnt, gibt das Schwarzwald-Baar-Klinikum Entwarnung.
Von
Daniela Schneider
Oberndorf
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Patientenschützer warnen, dass es Probleme mit der Schmerztherapie geben könnte. Am Schwarzwald-Baar-Klinikum teilt man diese Sorge aktuell aber nicht. (Archivfoto)

Marc Eich

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat vor schlechteren Bedingungen für Klinikbehandlungen wegen chronischer Schmerzen gewarnt. Die Versorgung von 23 Millionen betroffenen Menschen werde mit der Krankenhaus-Reform bedroht.

Schmerzmedizin sei bisher ein eigenständiger Bestandteil des Gesamtbudgets eines Klinikums gewesen. Mit den künftig vorgesehenen, sogenannten Leistungsgruppen in den Hospitälern werde sie aber ein Anhängsel anderer Fachbereiche.

Schmerzpatienten würden so Bittsteller etwa der Inneren Medizin, der Chirurgie oder der Neurologie.

Auch am Schwarzwald-Baar-Klinikum gibt es ein Regionales Schmerzzentrum, angesiedelt am Standort Donaueschingen. Teilt die Klinikleitung hier also diese kritische Einschätzung der Patientenschützer? Kliniksprecherin Sandra Adams antwortet auf diese Anfrage der Redaktion kurz, knapp und deutlich: „Für uns ist es aktuell kein Thema.“

„Für uns kein Thema“

Nach aktuellem Stand werden demnach „zum Beispiel die stationären Fälle der multimodalen Schmerztherapie auch weiterhin über Fallpauschalen abgerechnet. Die Leistungen werden auch in den Leistungsgruppen abgebildet.“ Sie gibt insofern Entwarnung: „Eine Änderung im Leistungsangebot ist nicht geplant“.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hatte moniert, dass sich Schmerztherapie künftig nur noch schwer abrechnen lasse, weil sie zu keiner der 65 Leistungsgruppen zähle. Schmerzmedizin sei bisher ein eigenständiger Bestandteil des Gesamtbudgets eines Klinikums gewesen, was jetzt aber wegfalle, wodurch eine entsprechende Behandlung kaum noch zu leisten sei.

Das Regionale Schmerzzentrum

Leistungen und Aufgaben
Patienten mit chronischen Schmerzen werden im Rahmen einer interdisziplinären Schmerztherapie stationär behandelt. Darüber hinaus betreut das Zentrum Patienten mit akuten und chronischen Schmerzen ambulant. Nach Angaben des Klinikums wird gemeinsam mit den Patienten ein individuell abgestimmter Behandlungsplan erarbeitet und dieser „ gemäß der Idee einer ganzheitlichen Behandlung“ umgesetzt. Neben der medizinischen Behandlung und den verschiedenen Methoden zur aktiven Schmerzbewältigung werden teilweise auch Ansätze aus der Musik- und Kunsttherapie oder alternative Verfahren aus der Naturheilkunde verfolgt, informiert das Klinikum.

Team
In dem Zentrum ist ein multimodales Team aus Schmerztherapeuten, Psychotherapeuten, Neurologen, Neurochirurgen, Anästhesisten, Internisten, Physio- und Ergotherapeuten sowie Sport- und Entspannungstherapeuten tätig.

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