Großeinsatz läuft: Reizgasalarm am Fürstenberg-Gymasium in Donaueschingen – viele Verletzte

Der Reizgasalarm am Fürstenberg-Gymnasium in Donaueschingen hat einen Großeinsatz ausgelöst.
Cornelia Spitz- Am Fürstenberg-Gymnasium in Donaueschingen läuft ein Großeinsatz nach Reizgasalarm.
- Die Schule wurde evakuiert, zahlreiche Schüler erlitten Atemwegsbeschwerden.
- Alarm war gegen 10.15 Uhr ausgelöst worden – 700 Schüler sind an der Schule.
- Rettungskräfte aus dem Landkreis und Spezialkräfte der Feuerwehr sind vor Ort.
- Eltern sollen Kinder am oberen Parkplatz beim THW-Fahrzeug abholen und registrieren lassen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Großeinsatz am Fürstenberg-Gymnasium in Donaueschingen: Nachdem dort Reizgas versprüht wurde, muss die Schule evakuiert werden. Ersten Informationen unserer Redaktion zufolge sind zahlreiche Schüler verletzt worden, die Rede ist von rund 20 Verletzten.
Gegen 10.15 Uhr ist an der Einrichtung mit insgesamt 700 Schülern Alarm ausgelöst worden. Bereits in einer ersten Meldung soll es geheißen haben, dass Reizgas versprüht wurde und wohl mehrere Schüler in den Sprühnebel gelaufen sind. Es kam zu Atemwegsbeschwerden.
Daraufhin hat die Integrierte Leitstelle Großalarm ausgelöst: Rettungskräfte aus dem gesamten Landkreis wurden aufgrund des Massenanfalls an Verletzten zum Fürstenberg-Gymnasium alarmiert. Auch mehrere Feuerwehren eilen zum Ort des Geschehens, darunter eine Spezialeinheit für Gefahrenstoffe der Feuerwehr Villingen-Schwenningen.
Fluchtwege abschnitten
Nach Angaben einer Schülerin wurde der Feueralarm während des Unterrichts ausgelöst, nachdem ein Neuntklässler Pfefferspray versprüht haben soll. Demnach seien unter anderem ein Biologiesaal sowie ein Gebäudebereich von dem Reizstoff betroffen gewesen. Fluchtwege seien aufgrund des Reizgases abgeschnitten.

Das Gelände des Fürstenberg-Gymnasiums in Donaueschingen ist abgeriegelt.
Cornelia SpitzDie Schülerin berichtete, dass ihre Klasse auf einem Balkon geflüchtet ist und dort auf die Rettung wartet, die mithilfe der Drehleiter der Feuerwehr vonstatten gehen soll.
Eine weitere Schülerin schildert den Ablauf ähnlich. Demnach habe ihre Klasse paradoxerweise an diesem Tag einen Projekttag zum Thema Katastrophenschutz gehabt. Nach der Pause sei über die Lautsprecher zunächst die Durchsage erfolgt, dass sich niemand dem Biologieraum nähern solle. Kurz darauf habe der Feueralarm ausgelöst und alle Schüler mussten das Gebäude verlassen. Anschließend hätten die Klassen rund 20 Minuten im Freien gewartet, während die Einsatzkräfte das Schulgebäude sicherten.
Eltern sollen Kinder abholen
Wenig später informierte die Schulleitung die Erziehungsberechtigten über die laufende Evakuierung. In einer Mitteilung hieß es, die Rettungskräfte seien vor Ort, die Situation sei „geregelt“. Eltern wurden gebeten, ihre Kinder ausschließlich an einem Sammelpunkt auf dem oberen Parkplatz beim Fahrzeug des Technischen Hilfswerks abzuholen und darauf zu achten, dass sie dort registriert werden. Zugleich appellierte die Schule an die Eltern, besonnen und ruhig zur Schule zu fahren.
Update 11:04 Uhr:
Informationen unserer Redaktion zufolge ist der Verursacher, ein Neuntklässler, von der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Er habe zwei Schülerinnen direkt ins Gesicht gesprüht, heißt es aus übereinstimmenden Berichten von vor Ort. Zahlreiche Schüler warten, unter anderem auf einem Balkon, noch auf die Rettung durch die Feuerwehr. Eine Gefahr besteht grundsätzlich aber nicht mehr.
Mehrere Verletzte sind mit Rettungsfahrzeugen ins Klinikum transportiert worden, andere Betroffene werden vor Ort durch die Rettungskräfte betreut. Es sollen nach derzeitigem Stand rund 50 Schüler von der Reizgasattacke betroffen sein.
Update 11:27 Uhr:
Der Großeinsatz, an dem zahlreiche Rettungsorganisationen beteiligt sind, läuft weiter. In der Turnhalle wurde ein Versorgungsplatz eingerichtet, an dem Kinder betreut und untersucht werden. Schüler, die nicht verletzt wurden, sammeln sich derweil am THW-Fahrzeug. Dort werden sie ausgerufen und abgehakt, sobald sie von den Eltern abgeholt wurden. Teilweise kommt es hier allerdings zu chaotischen Szenen.
Update 11:35 Uhr:
Die Schule wurde offenbar wieder freigegeben, Schüler können teilweise in die Räume zurück, um ihre Unterlagen zu holen.
Wir berichten weiter.
