Winterchaos und Unwetter drohen
: Sturm, Schnee, Glatteis – Landratsamt Calw rät, Auto besser stehen zu lassen

Wetterextreme könnten in den nächsten Tagen für Chaos sorgen. Das Landratsamt Calw erklärt, der Winterdienst sei bestens vorbereitet – und rät dennoch, unnötige Fahrten zu vermeiden.
Von
Ralf Klormann
Oberndorf
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Schnee und Eis auf den Straßen könnten die Fahrt im Kreis Calw in den kommenden Tagen gefährlich machen.

Klormann

„Markante winterliche Lage mit Sturm, Schneefall, Schneeverwehungen und Glatteis. Regional Unwettergefahr! Zudem teils strenger Frost.“ Davor warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf seiner Internetseite mit Blick auf die kommenden Tage.

Und während am Freitag im Norden Deutschlands „starke, teils unwetterartige Schneefälle“ zu erwarten sind, drohen im Südwesten teils schwere Sturmböen, im Schwarzwald Orkanböen.

Hinzu kommt: In Süddeutschland ist teils Regen prognostiziert – und damit Glatteisgefahr. Zum Wochenende hin, insbesondere am Samstag, rechnet der DWD vor allem in der Südhälfte Deutschlands noch mit Schneefälle bis zu zehn Zentimeter Neuschnee, im Bergland in Staulagen seien sogar mehr als 20 Zentimeter Neuschnee nicht ausgeschlossen.

Darauf reagiert nun auch das Calwer Landratsamt. „Kälte und Schnee stellen derzeit alle Verkehrsteilnehmer vor große Herausforderungen. Nachdem die Wettervorhersagen sogar einen sogenannten Bombenzyklon mit Schneeorkan für Deutschland ankündigen, läuft der Winterdienst im Landkreis Calw auf Hochtouren“, teilt die Behörde in einer Pressemeldung mit.

Von 3 Uhr morgens bis mindestens 22 Uhr abends im Einsatz

Die Straßenmeistereien Calw mit dem Stützpunkt Althengstett sowie Nagold mit dem Stützpunkt Simmersfeld seien aber bestens vorbereitet, damit Verkehrsteilnehmer auch unter diesen Bedingungen noch unterwegs sein können.

„Die engagierten Mitarbeiter stehen im Dreischichtbetrieb von 3 Uhr morgens bis mindestens 22 Uhr abends im Einsatz. Mit bis zu 22 Räum- und Streufahrzeugen sorgen sie dafür, dass rund 650 Kilometer Kreis-, Landes- und Bundesstraßen befahrbar bleiben“, heißt es weiter.

Auf Eiseskälte folgt Regen – das könnte zu Schwierigkeiten führen. Auch im Kreis Calw.

Foto: Klormann

Auch die Salzlagerhallen seien gut gefüllt: „Zwischen 800 und 1000 Tonnen Salz stehen bereit, ergänzt durch 30 000 bis 50 000 Liter Sole (Feuchtsalz) je Gehöft.“ Auch die Radwege in der Zuständigkeit von Kreis, Land und Bund würden geräumt und gestreut.

Der Landkreis Calw setze alles daran, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Aber „dennoch gilt: Vorsichtig fahren und nicht notwendige Fahrten wenn möglich vermeiden“, appelliert die Behörde.

Freudenstadts Oberbürgermeister empfiehlt, zu Hause zu bleiben

Mit dieser Warnung steht das Calwer Landratsamt indes nicht allein da. Auch Freudenstadts Oberbürgermeister Adrian Sonder hatte in dieser Woche alle Einwohner seiner Stadt dazu aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben.

Laut einer Mitteilung empfiehlt Sonder, Einkäufe etwa von Lebensmitteln frühzeitig zu tätigen. „Wir wissen nicht, was bei uns tatsächlich an Schnee und Eisglätte ankommt. Aber jeder kann sich darauf einstellen. Sicher ist sicher“, wird er zitiert.

Außerdem rät er, nach einem möglichen Schneesturm Bäume und Wälder zu meiden. „Erfahrungsgemäß besteht dann Lebensgefahr durch herabstürzende Äste oder umfallende Bäume.“

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