Wikinger in Altensteig
: Schlauer Junge besteht im Schlossgarten Abenteuer

Der Altensteiger Schlossgarten wurde zur Bühne: Das Regionentheater aus dem Schwarzen Wald führte dort „Wickie und die starken Männer“ auf.
Von
Manfred Köncke
Oberndorf
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Schauplatz des neuesten Kinder- und Jugendstücks „Wickie und die starken Männer“ war der Altensteiger Schlossgarten.

Manfred Köncke

Jedes Jahr im Sommer inszeniert das Regionentheater aus dem Schwarzen Wald ein Kinderstück und geht damit auf Tournee. „Die Biene Maja“, „ Meister Eder und sein Pumuckl“, „Das Urmel aus dem Eis“ und andere, kleinere und mittlere Produktionen sorgen jedesmal aufs Neue für fröhliche Gesichter, herzhaftes Lachen und Mitfiebern bei spannenden und spektakulären Aktionen.

Die zehnte Spielzeit wurde am 21. Juni mit auf der Burg Zavelstein im Teinachtal eröffnet. An diesem Wochenende war der Schlossgarten in Altensteig mit der Silhouette der mittelalterlichen Burg im Hintergrund Schauplatz von zwei Aufführungen von „Wickie und die starken Männer“.

Der Blick fiel auf zwei große, mit Motiven bemalte Tafeln, ein bewegliches, buntes Wikingerschiff und eine Behausung mit Löchern, in die Schauspieler verschwinden und ausdenen sie wieder auftauchen konnten. Das passierte häufig in dem 90 Minuten dauernden Familienstück mit fantasievoller Ausstattung, liebevoll gestalteten Kostümen und Live-Gesängen mit Gitarrenbegleitung.

Zuschauer sind dicht am Geschehen

Durch breitausgelegte Planen und Sitzkissen waren überwiegend kleine Zuschauer nah dran am Geschehen. Wegen der sengenden Hitze an beiden Nachmittagen waren Schattenplätze auf der Wiese und auf den Stufen des Schlossgartens besonders begehrt.

Wickie und seine Gefährten mussten gefährliche und lustige Abenteuer bestehen.

Foto: Manfred Köncke

Wickie ist ein typischer Wikingerjunge, der mit seiner Mutter Ylva und seinem Vater, dem Dorfhäuptling Halvar, in Flake lebt. Mit seinem Einfallsreichtum steht er Freunden und Erwachsenen an Land und auf See in scheinbar ausweglosen Situationen bei. Gemeinsam mit mehr oder weniger starken Männern erlebt er auf dem Schiff gefährliche und lustige Abenteuer.

In dem turbulenten und temporeichen Spiel konnte sich das fünfköpfige, von Intendant Andreas Jendrusch zusammengestellte Ensemble – er zeichnete auch für die auf das Regionentheater zugeschnittene Textfassung verantwortlich – richtig austoben, mit Mimik und Gestik und gewagten Sprüngen, dass die Kopfbedeckung wackelte und die rotblonden, schulterlangen Haare von Wickie hin und her flatterten. Ausgelassene Tänze und Gesangseinlagen mit Gitarrenklang gehörten ebenso zum Stück .

Zuschauer amüsieren sich köstlich

Wickie wurde gespielt von Max Hofmann aus Berlin, Dorfhäuptling Halvar von Andreas Kunz aus Köln, Mutter Ylva von Leonore Schöttle aus Neubulach. Sebastian Weber aus München mimte den Piraten, Bösewicht und einen Wolf, Sabrina Schwarz übernahm die restlichen Rollen. Die musikalische Leitung hatte Martin Schöttle. Für die Kostümentwürfe zeichnete Marion Enderle aus Tübingen verantwortlich und für die Requisiten eine Werkstatt aus Dornstetten.

Die jungen Zuschauer amüsierten sich köstlich über das durch Comics, Fernsehen und Kino bekannte Stück, und auch ihre Eltern hatten großen Spaß an den Aufführungen vor einer malerischen Kulisse

Der Theaterkarren zieht weiter. Nächste Stationen von „Wickie und die starken Männer“ sind Freudenstadt, Bad Dürrheim und Rüsselsheim.

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