Wettbewerb in Schömberg: Schwitzen bei der Nordschwarzwald Trophy

300 Stufen in Feuerwehr Montur galt es zu meistern.
Carsten KnöllerIn verschiedenen Disziplinen zu Fuß oder auf dem Mountainbike hatten die insgesamt rund 900 Athletinnen und Athleten an den drei Veranstaltungstagen der Nordschwarzwald Trophy in neun Wettbewerben die Möglichkeit, ihre Kondition und Ausdauer zu demonstrieren.
Sprint zum Aussichtsturm Himmelsglück
Am ersten Tag stand der Sprint auf dem Programm. Vom Kurpark in der Glücksgemeinde führte die 950 Meter lange Rennstrecke zum Aussichtsturm Himmelsglück, ehe auf die Protagonisten noch die 300 Stufen hinauf bis auf die Plattform warteten. Unter den 39 Startern schaffte Lars Holder von der TuS Schleiden (Nordrhein-Westfalen) in 5:10 Minuten die Bestzeit bei den Herren. Als schnellste Dame entpuppte sich die 15-jährige Sindelfingerin Enya Holsten (6:44 Minuten).
Rekordteilnehmerzahl beim Feuerwehrlauf
Rainer Zillinger, Kommandant der Feuerwehr Schömberg und Schirmherr des Feuerwehrlaufs, freute sich auf die neue Rekordteilnehmerzahl von 189 Duos, die die 300 Treppen in erschwerter Form in Angriff nahmen. Die Läufer trugen ihre Feuerschutzkleidung bestehend aus Überjacke und Überhose, Schutzhandschuhen, Schutzstiefeln und Helm. Als zusätzliches Gewicht musste ein funktionstüchtiges Atemschutzgerät getragen werden.
Mit 30 Kilogramm Mehrgewicht
Mit den insgesamt rund 30 Kilogramm Mehrgewicht zeigten die Floriansjünger ihre einzigartige Klasse bei der Schömberger Turmbesteigung. Das Gespann Fabian Fader und Ajoscha Dast erzielte in phänomenalen 8:25 Minuten die Bestmarke und durfte den Heimsieg mit den zahlreichen Fans an der Strecke bejubeln. Als schnellste Feuerwehrfrauen absolvierten Lotta Ascherl und Sidney Gockeler aus Wiernsheim/Iptingen in 15:09 Minuten die anspruchsvolle Herausforderung.
Montainbiker zeigten am Samstag ihr Können
Der Samstag stand ganz im Zeichen der Mountainbiker. Die Sportler konnten zwischen drei Distanzen (25, 47 und 69 Kilometer) auswählen. Im Königsrennen über drei Runden waren insgesamt 1920 Höhenmeter zu bezwingen. Ursprünglich war geplant, den Skihang Eulenloch dreimal zu bewältigen. Doch Streckenchef Axel Stahl musste auf Grund des feuchten Wetters umdisponieren. Um die Natur zu schonen, ging es um den Skihang herum. Simon Schneller durfte sich dabei die Siegerkrone aufsetzen. Der in Oberlengenhardt aufgewachsene 28-Jährige, der vor zwei Jahren bei der Mountainbike-Marathon-EM Bronze gewann, bewältigte die Aufgabe in der Siegerzeit von 2:35:58 Stunden.
Wahlmöglichkeiten beim Trailrun
Höhepunkt am Finaltag der Nordschwarzwald Trophy war der Trail Run. Auch hier gab es drei Wahlmöglichkeiten über die Streckenlängen elf, 25 oder 47 Kilometer. Für die 39 Starter, die sich für die härteste Challenge bewarben, galt es die insgesamt 1300 Höhenmeter bis zur Zielflagge an der Bergstation zu erreichen. Jakob von Raumer schnappte sich in der Zeit von 3:25:10 Stunden den Siegerpokal. Der Karlsruher, seit Mai Inhaber des Streckenrekords für den Westweg (von Pforzheim nach Basel 290 Kilometer in 41 Stunden), unterschritt die Gewinnerzeit aus dem Vorjahr um 13 Minuten. Anja Katrin Westphal (MTV Stuttgart) bejubelte in der Damenkonkurrenz in 4:12:41 Stunden ihre Siegerzeit.
Strahlender Sieger beim Schömberg Triple
Gekrönt wurde selbstverständlich auch der Gewinner des Schömberg Triples. Als strahlender Triumphator kristallisierte sich Lars Holder heraus, der neben dem Sprint auch den elf Kilometer langen Run-Trail in bestechender Manier auf dem obersten Siegertreppchen beendete. Da der Eifler auf den 25 Kilometern auf dem Rad Platz zwei ergatterte, ging die Kombiwertung mit knapp vier Minuten Vorsprung deutlich an den 29-Jährigen, der vor zwei Jahren die Bronzemedaille bei der deutschen Crossduathlon-Meisterschaft gewann. Sämtliche Ergebnisse der Schömberger Wettkämpfe gibt es im Internet unter www.eventservice-stahl.de.
Vielseitigkeit der Wettbewerbe
Karen Stahl, die gemeinsam mit ihrem Mann Axel Stahl als Veranstalter die Fäden bei diesem spektakulären Event zieht, freute sich besonders über die Vielseitigkeit der Wettbewerbe, insbesondere mit der einzigartigen Triple-Wertung. Stolz berichtete die Ausrichterin, dass man im Vergleich zum Vorjahr beim beliebten Feuerwehrlauf die Teilnehmerzahl um 50 Duos aufgestockt habe. Für die Präparationen der Streckenführungen mit einer individuellen Sondernutzungserlaubnis rund um den Schömberger Eulenloch Skihang sei ihr Mann Axel der Hauptverantwortliche.