Schule in Wildberg: Ulrike Schmelzle geht in den Ruhestand

Bei der Verabschiedung (von links): Markus Neumann, Ulrike Schmelzle, Bernd Schmelzle und Susanne Gärtner
Jacqueline GeiselSeit 2002 war Ulrike Schmelzle ein fester Bestandteil der Schulgemeinschaft im Wildberger Stadtgebiet. Zuerst am Bildungszentrum, später an den Grundschulen hat sie sich für die Schüler eingesetzt, ihnen beigestanden und sie bei Problemen unterstützt. Nun hat sie sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet – und übergibt ihre Aufgaben in fähige Hände.
In den ersten 13 Jahren hatte sich Ulrike Schmelzle dem Aufbau der Schulsozialarbeit am Bildungszentrum gewidmet. Damals stand lediglich ein Nebenraum des Kunstraums zur Verfügung. Sukzessive weitete Schmelzle ihr Engagement aus, suchte immer mehr Klassen auf und initiierte eigene Projekte. Als weitergebildete Erzieherin brachte sie die nötige Erfahrung im Umgang mit Kindern mit, wenn auch mit einer anderen Altersklasse.
Schließlich wollte sie zu den kleineren Kindern zurück, weshalb sie sich mit dem Wechsel an die Grundschulen eine neue Herausforderung suchte. Fortan war Ulrike Schmelzle Ansprechpartnerin und Begleiterin für die Grundschüler an allen vier Standorten im Stadtgebiet. Es habe sie gereizt, auch dort etwas Neues aufzubauen, sagt sie.
Schule als Lebenswelt
Was ihr zudem immer an ihrer Arbeit gefiel, war der Kontakt mit Menschen, seien es die Schüler, die Eltern oder die Lehrer. Sie habe die Schule immer als Lebenswelt betrachtet, nicht nur als Lernort, und die Kinder nicht nur als Schüler, sondern als „Ganzes“.
Schwerpunkte ihrer Arbeit lagen darin, den Kindern das Kommunizieren beizubringen, ihnen zu zeigen, wie sie Konflikte bewältigen können. „Das soziale Miteinander zu gestalten, war ein starker Aspekt meiner Arbeit“, erinnert sich Ulrike Schmelzle.
Auch die Kinderrechte waren ihr immer ein großes Anliegen. Und, wie ihr Mann Bernd Schmelzle ergänzt: Sie hatte immer ein Auge und ein Herz für die Schwachen. Sie fanden bei ihr einen Platz. Daraus resultierte auch Ulrike Schmelzles Engagement in Sachen Mobbing-Prävention. „Man muss sich immer in das Kind hineinversetzen“, weiß Ulrike Schmelzle. Sie habe den Blick dafür schärfen wollen, wieso sich ein Kind so verhält, wie es das tut. Besonders schön fand sie in all der Zeit, „dass auf mich gehört wurde, dass Gewicht hatte, was ich sage“.
Im Ruhestand steht für Ulrike Schmelzle nun erstmal im Fokus, das Leben zu genießen. Dazu gehört auch, dass sie künftig mehr Zeit für ihre vier Enkel und ihre Mutter hat. „Mir wird nicht langweilig“, ist sie überzeugt, weiß aber auch: „Die Schulsozialarbeit wird mir fehlen.“
Für ihre Nachfolger hat Ulrike Schmelzle auch noch einen Tipp: Sie sollen sich ein gutes Netzwerk aufbauen.
Abschiedsfeier mit den Kollegen
Ihren Abschied feierte Ulrike Schmelzle an dem Ort, an dem alles begann: am Bildungszentrum Wildberg. Mittlerweile hat die Schulsozialarbeit dort ein eigenes Büro, in welchem sich Kollegen und Freunde zu Kaffee und Kuchen trafen. Zu den Gästen gehörte Markus Neumann, Bereichsleiter der Jugendhilfe bei der Bruderhaus Diakonie. Die Stadt Wildberg kooperiert im Bereich Schulsozialarbeit seit Jahren erfolgreich mit der Einrichtung. Neumann bedankte sich bei Ulrike Schmelzle für die geleistete Arbeit – und bei den Anwesenden für die Gestaltung einer schönen Abschiedsfeier. Auch Abteilungsleiterin Susanne Gärtner nutzte die Gelegenheit für einige Worte des Dankes.
Die Nachfolge ist gesichert
Ebenfalls mit von der Partie war Claudia Wöhrbach. Sie übernimmt ab Januar die Schulsozialarbeit an den Grundschulen in Sulz am Eck und Gültlingen. Diana Heinrich wird künftig für die Schulsozialarbeit an der Wildberger Grundschule zuständig sein. Um die Grundschüler in Effringen wird sich Christina Weitbrecht kümmern. Damit ist die Nachfolge von Ulrike Schmelzle an allen vier Grundschulen im Stadtgebiet gesichert, teilweise durch neue Kräfte, teilweise mit Personen, die schon jetzt für die Stadt tätig sind. Alle drei freuen sich schon auf die neuen Aufgaben und die Zusammenarbeit mit den Schülern, Lehrern und Eltern.