Recycling in Althengstett: Morof plant ein Millionenprojekt mit neuen Arbeitsplätzen

Im Unteren Ried in Althengstett soll ein Zeichen für Klimaschutz und Ressourcenschonung gesetzt werden.
Jürgen OttDie Morof-Unternehmensgruppe möchte ein Zeichen für Klimaschutz und Ressourcenschonung setzen, heißt es in einer Pressemitteilung der Firma.
Seit 1979 beschäftige sich das Familienunternehmen mit dem Recycling mineralischer Baustoffe und habe seitdem Maßstäbe in nachhaltiger Kreislaufwirtschaft gesetzt. Besonders seien die Leistungen an der Asphaltmischanlage in Herrenberg-Haslach, heißt es in der Mitteilung weiter. Dort wurden zwischen 1979 und 2025 mehr als 2,5 Millionen Tonnen Ausbauasphalt als Sekundärrohstoff wiederverwendet.
Als Sekundärrohstoff wird recycelter Abfall bezeichnet. Durch den Einsatz dieser recycelten Materialien konnten nach Unternehmensangaben über 1,7 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO₂) im gesamten Produktionsprozess eingespart werden.
Recycling gilt als zentraler Baustein moderner Ressourcenpolitik – es schont natürliche Rohstoffe, entlastet Deponien und reduziert den Energieverbrauch erheblich. Morof arbeitet seit Jahrzehnten daran, diese Prinzipien in industriellem Maßstab umzusetzen. Ein Ziel, das nun in eine neue Phase eintreten soll.
Millioneninvestition und neue Arbeitsplätze
Bereits seit einigen Jahren suche Morof nach einem geeigneten Grundstück in der Region, um Sekundärrohstoffe effizient und zukunftssicher bearbeiten zu können. Mehrere Optionen wurden in diesem Zeitraum in Erwägung gezogen und geprüft. Nun wurde im Unteren Ried in Althengstett in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hauptsitz die optimale Alternative entdeckt.
Wie Geschäftsführer Thomas Morof erklärt, wird die Unternehmensgruppe am neuen Standort in den kommenden Jahren über zehn Millionen Euro investieren. Gleichzeitig sollen 50 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Damit setze Morof einen bedeutenden wirtschaftlichen Impuls im Bereich nachhaltiger Baustoffkreisläufe.
„Eine Investition in dieser Größenordnung tätigt man nur, wenn die nächste Generation voll hinter der Entscheidung steht“, betont Thomas Morof. Der Familienbetrieb, der bereits in der zweiten und dritten Generation geführt wird, sieht sich langfristig aufgestellt: Mit Marcel Morof als Geschäftsführer und Nathalie Morof als Prokuristin übernimmt die jüngste Generation Verantwortung in den operativen Bereichen der Unternehmensgruppe.
Familienunternehmen bleibt seinem Anspruch treu
Die Geschichte des Unternehmens zeigt, dass Morof Recycling nicht als Trend versteht, sondern als Verpflichtung gegenüber Umwelt und Region, heißt es in der Pressemitteilung. Mit dem neuen Standort im Unteren Ried will das Unternehmen eigene Kompetenzen erweitern, die regionale Kreislaufwirtschaft stärken und gleichzeitig den nachhaltigen Umbau der Bauindustrie vorantreiben. Mit diesem Projekt plane Morof in Althengstett eine der modernsten Anlagen zur Herstellung von Sekundärrohstoffen in Europa zu erstellen.
Ein Signal in Richtung Klimaschutz
Für Althengstett und die Region bedeute das Projekt nicht nur wirtschaftliche Chancen, sondern auch ein Signal in Richtung Ressourceneffizienz, Klimaschutz und CO₂-Einsparung.
Morof bleibe damit, auch nach mehr als 75 Jahren, ein Familienunternehmen, das Verantwortung übernehme – für Arbeitsplätze, die Umwelt und kommende Generationen.