Radweg bald fertig, aber...
: „Bitte beachten Sie die Absperrungen“ – Strecke nach Wimberg ist noch Baustelle

Radfahrer dürfen sich auf ihre neue Strecke auf den Wimberg freuen. Der Radweg soll dieses Jahr fertig werden. Einige können es offenbar nicht erwarten. Und bringen sich in Gefahr.
Von
Ralf Klormann
Oberndorf
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Der Radweg Richtung Wimberg ist derzeit noch Baustelle – und daher mit Absperrungen versehen. An die hält sich offenbar nicht jeder.

Klormann

„Die Arbeiten am Radweg befinden sich in der finalen Phase“, erklärte Tim Strobel, Leiter der Stabstelle Strategie und Projekte im Calwer Rathaus, in dieser Woche auf Anfrage unserer Redaktion.

Diese Aussage dürfte bei vielen Fahrradfahrern auf Gegenliebe stoßen. Vor allem bei jenen, die bislang einen Weg von Calw Richtung Wimberg vermissen.

Seit mindestens 2018 ist dieses Vorhaben in Planung; unter anderen wegen diverser Auflagen in Sachen Verkehrssicherheit kam es immer wieder zu Verzögerungen.

Nach der Winterpause begannen die Arbeiten

Die Strecke führt vom Calwer Marktplatz über die Altburger Straße, quert die Kreisstraße etwas unterhalb der Abzweigung, die Richtung Amtsgericht führt, und verläuft schließlich durch den Wald auf den Wimberg.

Nach der Winterpause begannen Anfang des Jahres die Arbeiten. Zwischen März und Mai wurden etwa eine Verkehrsinsel auf der Kreisstraße gebaut und eine Leitungstrasse für die Beleuchtung des Radwegs verlegt.

Inzwischen, berichtet Strobel, seien auch die Belagsarbeiten sowie die Wiederherstellung der Randbereiche abgeschlossen. Aktuell werde die Beleuchtung entlang des Radwegs installiert. Und im nächsten Schritt erfolge der Einbau einer Brücke, die über den Wurstbrunnenbach führt.

„Darüber hinaus stehen noch der Anschluss an das Stromnetz, die Beschilderung, die Sicherung gefährlicher Stellen, die Markierung sowie kleinere Restarbeiten aus, um den Radweg vollständig fertigzustellen“, zählt der Leiter der Stabstelle auf.

Rund 110 000 Euro muss die Stadt tragen

Stand jetzt werde der Radweg bis zum Jahresende fertig. Und das Projekt befinde sich aktuell auch im vorgesehenen Kostenrahmen von rund 1,13 Millionen Euro. „Davon sind 90 Prozent gefördert“, ergänzt Strobel. Rund 110 000 Euro muss die Stadt tragen, der Rest wird über Zuschüsse von Land und Bund finanziert.

Insofern scheint auf dieser Baustelle derzeit alles glatt zu laufen – zumindest fast. Denn Schwierigkeiten bereiten offenbar einige Ungeduldige, die eine Eröffnung der Strecke wohl nicht erwarten können.

„Wir freuen uns sehr über das große Interesse am neuen Radweg und verstehen, dass viele den Fortschritt gerne persönlich vor Ort verfolgen möchten“, meint dazu der Leiter der Stabstelle. „Dennoch müssen wir darauf hinweisen, dass es sich weiterhin um eine aktive Baustelle handelt.“

„Eine Missachtung kann zu Unfällen führen“

Einige Bereiche seien momentan noch nicht vollständig verkehrsrechtlich gesichert – und dort bestehe daher ein erhöhtes Gefahrenpotenzial.

„Bitte beachten Sie daher unbedingt die Absperrungen“, macht Strobel deutlich. „Eine Missachtung kann nicht nur zu Unfällen führen, sondern auch den Baufortschritt beeinträchtigen. Beispielsweise können frisch eingesäte Flächen (beim Umfahren der Absperrungen) durch unbefugtes Befahren beschädigt werden. Das führt zu unerwünschten Rillen, verzögert das Anwachsen der Vegetation und mindert die Qualität des Endergebnisses“, erklärt er.

Die Stadtverwaltung bitte daher um Verständnis und Geduld. „Schon bald kann der Radweg sicher und in voller Qualität genutzt werden“, so Strobel abschließend.

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