Plötzlich wieder freie Fahrt: Baustelle in Gechingen schneller fertig als gedacht

Die Gechinger Ortsdurchfahrt ist wieder frei.
Celine WeigelWie weiträumig Gechingen seit Anfang August umfahren werden musste, ließ sich in den vergangenen Wochen an so manchem Umleitungsschild ablesen. Bereits an der Abzweigung nach Stammheim, nahe des Bauknecht-Areals in Calw, wiesen Tafeln darauf hin, dass in der Gäugemeinde kein Durchkommen ist.
Die Umleitung erfolgte dabei etwa über Althengstett, aber auch über Stammheim – je nach dem, welche Seite Gechingens ein Verkehrsteilnehmer erreichen wollte. Da die Calwer Straße auf Höhe des Rathauses voll gesperrt war, teilte die Baustelle den Ort gewissermaßen in der Mitte.
Dauer von vier Wochen
Grund dafür waren Arbeiten der Deutschen Telekom an einem Abschnitt des verlegten Glasfaserkabels. Wegen einer Störung in einem Verzweigerkabel, durch das die Glasfahrerkabel geleitet werden, musste die Straße aufgegraben werden, erklärte eine Sprecherin der Telekom auf Anfrage unserer Redaktion. Das Verzweigerkabel stellt die Verbindung zum Hausanschluss dar.
Mittels einer Muffe – einer wetterfesten Verbindungseinheit – wurden die beschädigten Kabel verbunden.
All das ging nun deutlich schneller als befürchtet. Denn ursprünglich war die Vollsperrung für die Dauer von vier Wochen angekündigt worden, vom 4. bis 29. August – also eigentlich noch bis kommenden Freitag. Bereits am Dienstag in dieser Woche war die Strecke jedoch wieder frei – ganze vier Tage früher als gedacht.
Nur vereinzelt Ausweichverkehr?
Wie das Landratsamt Calw mitgeteilt hatte, seien die Baumaßnahmen bewusst in den August gelegt worden, um Beeinträchtigungen für Schulbusse und Berufsverkehr zu minimieren.
Die weiträumigen Umleitungen habe die Mehrheit der Verkehrsteilnehmer angenommen, hieß es vor wenigen Tagen seitens des Landratsamtes. Nur vereinzelt sei es zu Ausweichverkehr durch angrenzende Wohngebiete gekommen. Anwohner hatten das offenbar anders wahrgenommen und stattdessen von einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen gesprochen.
Absolute Halteverbote
Während der Bauzeit galt auf dem Parkplatz der Gemeindehalle auch ein einseitiges absolutes Halteverbot. Damit sollte sichergestellt werden, dass die Feuerwehr im Einsatzfall den Parkplatz als Durchfahrtsstrecke nutzen kann, um direkt in die Althengstetter Straße einzufahren.
Zusätzlich wurden in der Althengstetter Straße im Bereich der Zufahrt zur Gemeindehalle beidseitig absolute Halteverbote ausgeschildert.