Oldtimertreffen in Gechingen
: Edle Karossen und echte Raritäten

Etwas weniger Besucher als sonst zog es zum Oldtimertreffen in Gechingen. Das war der Gluthitze geschuldet. Echte Autofans hielten die hohen Temperaturen freilich nicht von einem Abstecher in den Herdweg ab.
Von
Albert M. Kraushaar
Gechingen
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Eine absolute Rarität beim jüngsten Gechinger Oldtimertreffen war dieser 99 Jahre alte Bentley.

Eine absolute Rarität beim jüngsten Gechinger Oldtimertreffen war dieser 99 Jahre alte Bentley.

Albert M. Kraushaar
  • Oldtimertreffen in Gechingen litt unter Gluthitze, es kamen weniger Besucher als sonst.
  • Trotz Hitze: Rund 150 Oldtimer vor Ort, dazu viele Zweiräder und reges Kommen und Gehen.
  • Schauplätze im Herdweg: Vom Ford T Roadster bis zu glänzenden Cadillac, VW Bulli und Opel Kadett.
  • Besonderheiten: Schwarzer Lincoln Continental und ein 99 Jahre alter Bentley 4,5 Liter Classic.
  • Sachverständiger Wolfgang Hämmerlin erstellt Wertgutachten – Schutz vor Nachbauten und Fälschungen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zum Glück spendeten die Gebäude der Firma Frielitz zum einen Schatten, zum anderen versorgte hier der Stand der Sportfreunde Gechingen die Besucher mit Getränken. Zumindest bis 15  Uhr, dann lag auch hier alles in gleißendem Sonnenschein. „Ja wir hatten durch die hohen Temperaturen im Vergleich zum letzten Jahr etwas weniger Besucher“, stellte man am Stand von Wolfgang Hämmerlin fest. Er  schätzte die anwesenden Oldtimer auf knapp mehr als 150 Fahrzeuge. Diese Zahl dürfte aber eher als Untergrenze betrachtet werden, denn den ganzen Tag über herrschte einschließlich zahlreicher Zweiräder ein reges Kommen und Gehen.

Empfangen wurden die Besucher am Eingang Herdweg von einem Ford T Model Roaster mit rund 20 PS und einem Kastenaufbau in Holzständerausführung, wie sie in den USA nach dem Ersten Weltkrieg von fahrenden Händlern her bekannt waren. Vorgestellt durch den Aidlinger Rainer Wilhelm, der dieses Schmuckstück vor der Heckengäu-Brennerei als Blickfang installiert hatte. Nur einer von vielen Oldtimerfreunden, die sich frei nach dem Motto „Sehen und gesehen werden“  bis hoch zu den Hallen der Firma Frielitz und Holzbau Lutz aufgestellt hatten. Fast alle in Hochglanzausführung, was die Liebe   und natürlich den Stolz   der Besitzer auf ihre Schätzchen  unterstrich. Eine Luxuskarosse der Marke Cadillac mit Weißwandbereifung, Uralt Bulli der Marke VW, liebevoll gepflegte Opel Kadett, ehemalige Vorzeigemodelle mit dem Stern auf der Haube und Marken wie „Alfa Romeo“, „NSU“, „Simca“ oder „Dreier BMW“ im Rallye-Look waren zu bestaunen.

Verständlich, dass den zahlreichen Autofreaks bei  Anblick  das Herz aufging. Der Blick in die Automobil-Vergangenheit ist aber nur die eine Seite von solchen einem Event. Mindestens so wichtig ist die fachliche Kompetenz, mit der die Besitzer in Gechingen aufwarten konnten. Ob geerbt, als Liebhaberstück oder Geldanlage gekauft – die Beweggründe, sich einen Oldtimer zuzulegen beziehungsweis zu pflegen,  sind so unterschiedlich wie die Automarken selbst. Mit manchen Fahrzeugen sind sogar persönliche  Erinnerungen verknüpft, das gilt besonders für Modelle aus den USA. Die drei Unternehmen „General Motors“, „Ford“ und „Chrysler“ revolutionierten den Autobau. Modelle wie Cadillac, Ford Mustang, Lincoln, Pontiac, Chevrolet und Dodge kamen zu Weltruhm.  Im Herdweg war unter anderem ein schwarzer  „Lincoln Continental“, die Staatskarosse von US- Präsident John F. Kennedy, zu sehen.

Ein absoluter Blickfang, mit unverwechselbarem Sound für die Ohren,war ein  99 Jahre alter Bentley 4,5 Liter Classic mit Blattfederung. In den Zwanzigerjahren unter anderem durch Glen Kidston ein englischer Konkurrent zu den deutschen Mercedes Benz „Silberpfeil“-Fahrern wie Rudolf Caracciola, Hermann Lang oder Manfred von Brauchtisch. Diese meist in geringer Stückzahl gebauten Autos sind heute von großem Wert – Tendenz steigend. Und da kommt Wolfgang Hämmerlin ins Spiel, der als Sachverständiger für klassische Automobile über Expertisen die tatsächlichen Werte ermittelt. Denn wo viel Geld im Spiel ist, sind  Nachbauten  oder geschönte Exemplare nicht weit. Um sich mit einem Wertgutachten abzusichern, ist der Oldtimertreff-Mitveranstalter aus Gechingen einer der ersten Ansprechpartner in der Region.

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