Neue Ortsmitte in Simmozheim
: Nach dem Brand - Arbeiten im Bürgerzentrum kommen zügig voran

Bei den kommunalen Gebäuden auf dem Simmozheimer Schillerareal geht es zügig der Eröffnung entgegen.
Von
Jeanette Tröger
Oberndorf
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Das Bürgerzentrum mit Mediathek und die Kita – vom Friedhof aus gesehen – sollen im Herbst eröffnet werden.

Jeanette Tröger

In der jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat drei Aufträge zur Einrichtung der Kita und des Bürgerzentrums mit Mediathek jeweils einstimmig vergeben. Die Kita ist fast fertig, informierte Bürgermeister Stefan Feigl, es sind noch kleinere Restarbeiten zu erledigen. Die Betreuungseinrichtung soll im Herbst zunächst mit einer Ü3-Gruppe starten.

„Die Kinderzahlen gehen aktuell zurück“, so Feigl, sie werden erst wieder steigen, wenn vermehrt junge Familien im Mittelfeld II einziehen. Im Bürgerzentrum gehen die Sanierungsarbeiten nach dem Brand auch zügig voran, „aktuell sind dort die Trockenbauer und Elektriker zugange.“ Auch hier hofft der Bürgermeister, „dass wir im Herbst eröffnen können“.

Lob für Bauturbo

Als „einen Superbeitrag zum Bürokratieabbau“ bezeichnete Feigl den sogenannten Bauturbo, der es für die nun vergebenen Aufträge ermöglichte, auf eine europaweite Ausschreibung verzichten zu können, weil der Auftragsschwellenwert von 216.000 Euro unterschritten wurde. Der Verwaltung war trotzdem Wettbewerb wichtig, man habe bei den drei Aufträgen fünf beziehungsweise sechs Firmen zur Angebotsabgabe aufgefordert, durchgehend solche, „die man kennt“.

In der L-förmigen Kita soll im Herbst zunächst mit einer Ü3-Gruppe der Betrieb starten.

Foto: Jeanette Tröger

Den Auftrag für die Bibliotheksausstattung wie Möbel und technische Ausstattung erteilte der Gemeinderat der Firma EKZ Bibliotheksservice aus Reutlingen. Sie war die einzige Firma von fünf, die ein Angebot abgegeben hat. „Die Firma EKZ begleitet uns auch bisher schon beim Betrieb unserer jetzigen Bibliothek, sie ist in dem Bereich ein führender Anbieter“, sagte Feigl. Der Gemeinderat habe sich bereits im Vorfeld der Mediathek-Planung bei einer Infofahrt zur Firma über deren Angebot informiert, ergänzte er.

Gemeinde verhandelt nach

Das bepreiste Leistungsverzeichnis zum Zeitpunkt der Ausschreibung ging von 133.160 Euro Kosten aus, das Angebot der Firma lag bei knapp 143.000 Euro. „Bei der freihändigen Vergabe haben wir die Möglichkeit nachzuverhandeln“, berichtete Feigl, „das haben wir genutzt, auch weil wir nur ein Angebot erhalten haben“. Die Firma gewährte einen Nachlass von fünf Prozent auf die Bibliotheksmöbel, so dass die Vergabesumme letztlich wenig mehr als 138.000 Euro brutto ausmachte.

Für die Kindergartenmöbel zur Ausstattung einer Gruppe haben drei Firmen ihr Angebot abgegeben. Günstigste Bieterin ist die Firma Resch Möbelwerkstätten aus Aigen-Schlägl in Österreich mit rund 20.500 Euro brutto. Die Firma wurde als zuverlässig und leistungsfähig vorgeschlagen von der planenden Architektin, informierte der Schultes. Die erwarteten Kosten lagen bei knapp mehr als 28.000 Euro.

Als Drittes waren die Büro- und Veranstaltungsmöbel für Kita und Bürgerzentrum ausgeschrieben. Hier wurden sechs Firmen zur Angebotsabgabe aufgefordert, drei haben abgegeben, ein Angebot musste aus formalen Gründen ausgeschlossen werden. Günstigste Bieterin war hier die Firma Meinlschmidt Raumkonzepte aus Böblingen. Sie erhielt den Auftrag für rund 60.600 Euro brutto. Das bepreiste Leistungsverzeichnis rechnete mit knapp 79.000 Euro.

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