Nagold wird Festivalort: „BlackForestJazz“ bringt internationale und regionale Künstler in die Region

Ramona Winkler (von links), Paul Taine, Sebastian Studnitzky, Christa Haizmann, Gerhard Baral und Oberbürgermeister Jürgen Großmann freuen sich auf Ende September und Anfang Oktober: wenn das BlackForestJazz Festival unter anderem in Nagold stattfindet.
Louisa Speicher- BlackForestJazz kommt dieses Jahr nach Nagold – der Kubus wird zum besonderen Spielort.
- Zwischen 24. September und 11. Oktober laufen 25 Konzerte an 25 Orten im Schwarzwald.
- Täglich treten zwei Acts an zwei Standorten auf, mit internationalen, regionalen und neuen Künstlern.
- Studnitzky plant ein Special im Kubus und spielt mit Singülar am Mittwoch, 7. Oktober.
- Kino-Event in den Lichtspielen: Mehl und Meyer vertonen „Nanuk, der Esmiko“ live; Denise Taylor spielt in Altensteig.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Jazzmusik klingt erst mal etwas wild. Nie gleich, selten leise, immer viel los. Die drei Organisatoren des BlackForestJazz Festivals finden das super und wollen ihre Leidenschaft für die Musikrichtung teilen. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, tourt das Festivalteam durch den ganzen Schwarzwald. Darunter auch in Nagold.
2022 seien die Organisatoren mit 18 Standorten gestartet, 2024 dann auf 20 Ortschaften erweitert, bis sie in diesem Jahr auf 25 Orte expandiert sind. „Bei uns ist ja klar, dass wir jazzbegeistert sind. Aber wir sind trotzdem überrascht, wie viele Menschen dazukommen“, erzählt Sebastian Studnitzky, künstlerischer Leiter des Festivals, im Pressegespräch.
Oberbürgermeister Jürgen Großmann sieht in dem Festival sogar eine echte Chance für die Kultur Nagolds. „Wir wollen die Kultur nach vorne bringen. Mit neuen Formaten. Und das Jazz-Festival bietet sich da wirklich gut an“, sagt er.
25 Konzerte finden zwischen dem 24. September und dem 11. Oktober im Schwarzwald statt. Täglich treten zwei Künstler oder Bands an zwei jeweils unterschiedlichen Standorten auf.
Mehr als nur ein wildes Durcheinander
Wichtig ist den Organisatoren zu betonen: Es treten sowohl internationale Musiker, regionale Größen als auch potenzielle Newcomer auf. So viele verschiedene Varianten wie möglich würden sie damit abdecken wollen. Vor allem sehen sie mehrere Vorteile darin, dass sie an 25 Standorten auftreten.
Angefangen damit, dass Städte oder Orte belebter würden. „Oft kommen nur Einwohner aus einem Ort zu Konzerten – so kommen Besucher von überall her“, meint Gerhard Baral, Organisator des Festivals. Außerdem würden sich so viel mehr Menschen auf Jazz einlassen. Findet nämlich ein Festival statt, seien Einwohner offener und neugieriger, meinen Baral und Studnitzky. Bei einem reinen Konzert sei das nicht so.
Von den 25 Auftritten, die insgesamt beim BlackForestJazz Festival anstehen, tritt der künstlerische Leiter Studnitzky selbst auch einmal auf: in Nagold. Mit seiner Band Singülar bringen der Wahlberliner, der Luxemburger Pascal Schumacher und der Franzose Edward Perraud am Mittwoch, 7. Oktober, Jazz, Elektronik und Kammermusik zusammen.
Mit Studnitzky an der Trompete, am Klavier und an der Elektronik, Schumacher am Vibraphon und an der Elektronik sowie Perraud am Schlagzeug und Elektronik improvisieren sie laut Pressemitteilung live zu Ruttmanns Bilder. „Ich freue mich richtig, im Kubus spielen zu dürfen – ich finde die Location so hammer“, sagt Studnitzky.
Weitere Auftritte im Kino und in Altensteig
Neben dem Auftritt im Kubus lohnt sich auch ein Blick in das Kino Lichtspiele Nagold. Anlässlich des Festivals plane das Pächter-Paar Vogt ein Kino-Event. Andreas Vogt teilt mit, dass Schlagzeuger Ferenc Mehl und Pianist Fabian Meyer „Nanuk, der Esmiko“, ein Filmklassiker aus dem Jahr 1922, live neu vertonen wollen.
Der Film von Robert Joseph Flaherty erzähle vom Leben der Inuit in der arktischen Landschaft und gelte als Meilenstein der Dokumentarfilmgeschichte. Mehl und Meyer begleiten laut Vogt die Geschichte mit verschiedenen Sounds und Live-Musik.
In Altensteig spielt Singer-Songwriterin Denise Taylor mit ihrer Band ein Heimspiel. Wie die Veranstalter auf ihrer Webseite schreiben, treffe bei Taylor „authentischer Soul mit 60s-Vibe“ auf Gospel, Jazz und modernen R&B. Christa Haizmann vom Kulturamt Altensteig erzählt im Gespräch, dass Taylor im kommenden Jahr ihr erstes Album veröffentliche. Dass sie nun also in Altensteig auftrete, sorge bereits für große Vorfreude. Weitere Informationen zu allen Künstlern und Auftritten stehen auf der Webseite des Festivals.

