Lesesommer in Calw: „Gemeinsam sechs wunderbare Abende erlebt“

Martin W. Hagner, Ulrike Goetz und Rudolf Guckelsberger erhielten viel Applaus in der Stadtkirche.
Albert M. KraushaarMit der Vorlesung von Ulrike Goetz und Rudolf Guckelsberger aus der Hermann-Hesse-Erzählung „Schön ist die Jugend“ in der Calwer Stadtkirche endete der Gerbersauer Lesesommer 2025.
Literaturpädagoge und Publizist Herbert Schnierle-Lutz übernahm in der Stadtkirche die Begrüßung und stellte den zahlreichen Besuchern Ulrike Goetz und Rudolf Guckelsberger am Lesetisch sowie Martin W. Hagner, zuständig für die musikalische Untermalung, vor. Der Bezirkskantor an der evangelischen Stadtkirche Peter & Paul hatte den ersten Teil „Jemand, der etwas Anständiges geworden ist“ musikalisch am Klavier eingeleitet.
Bahnfahrt Hesses von Weil der Stadt nach Calw
Die Erzählung beschreibt unter anderem die Bahnfahrt vor 125 Jahren, als Hermann Hesse von Weil der Stadt nach Calw fuhr. Besonders passend war seine Einlage an der Orgel, die ganz wunderbar die Stimmung, hervorgerufen durch die ausdrucksstarke Sprechkunst von Rudolf Guckelsberger in den Zeilen über die Liebesgeschichte von Hermann Hesse, in der Stadtkirche verbreitet hatte.
Andächtiges Schweigen
Über der gesamten Veranstaltung hatte ein andächtiges Schweigen gelegen, das am Ende von einem lange anhaltenden Applaus aufgelöst wurde. Emotional sichtlich berührt versprach Herbert Schnierle-Lutz: „Ich bin sicher, dass es uns gelingen wird, auch die 22. Auflage 2026 wieder so gut hinzubekommen wie heute Abend.“
Rückblick auf sechs erfolgreiche Abende
„Wir konnten gemeinsam sechs wunderbare Abende erleben“, blickte Herbert Schnierle- Lutz auf die Veranstaltungsserie zurück. Besonders hob der Literaturpädagoge und Publizist die beiden Freiluftveranstaltungen vor dem Hermann-Hesse-Geburtshaus (Der Laienschüler) und im Burghof der Burgruine Zavelstein (Hans Dierlamms Lehrzeit) hervor.
Herbert Schnierle-Lutz dankt allen Unterstützern
„Wir freuen uns sehr, dass wir alle Veranstaltungen ohne größere Probleme über die Bühne bekommen haben und wir von zahlreichen Besuchern eine positive Rückmeldungen erhalten haben“, so der Bad Teinacher. Sein besonderer Dank ging an die Stadt Calw, die mit der Kulturabteilung unter der Leitung von Isabel Götz den Lesesommer wieder organisiert hat.
Für so eine Veranstaltungsreihe, die von Anfang Juli bis Anfang August viele hundert Besucher in ihren Bann gezogen habe, sei vielfältige Unterstützung nötig, richtete Herbert Schnierle-Lutz seinen Dank an die Firma Perrot, den Stadtteilbeirat Heumaden, die Teinachtal Touristik, den Schwarzwaldverein, das Landratsamt, die Sparkasse Pforzheim/ Calw, die Familie und das Modehaus Schaber und nicht zuletzt die evangelischen Kirchengemeinde Calw.