Landratswahl in Calw
: Helmut Riegger ist der einzige Kandidat

Bei der Landratswahl am 3. November tritt nur der Amtsinhaber an. Das verkündete der Wahlausschuss und legte das weitere Vorgehen fest.
Von
Felix Biermayer
Oberndorf
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Helmut Riegger will in seine dritte Amtszeit starten.

Alexander Huber/KarlHuberFotodesign

Wenn der Kreistag am 3. November um 17 Uhr zusammenkommt, um einen Landrat zu wählen, ist der Amtsinhaber Helmut Riegger der einzige Kandidat.

Dass Riegger wieder antritt, ist bereits seit März bekannt. Offiziell hatte er seine Bewerbung am 24. August abgegeben, gleich zu Beginn des Bewerbungszeitraum, den der Wahlausschuss festgelegt hatte.

Der ist nun rum. Und der Wahlausschuss stellte am Freitagmorgen fest, dass nur Rieggers Bewerbung vorliegt.

Wie der Ausschussvorsitzende, der Nagolder OB Jürgen Großmann erklärte, sei bei Rieggers Bewerbung alles ordnungsgemäß. Die Stadt Sindelfingen – dort wohnt Riegger – habe seine Wählbarkeit bescheinigt. „Die Formalien sind erfüllt“, so Großmann.

Der Ausschuss beschloss einstimmig, auf eine erneute Stellenausschreibung zu verzichten. Rein rechtlich wäre dies möglich gewesen, da weniger als drei Bewerbungen eingegangen sind.

Erstmals 2009 gewählt

Riegger wurde im Dezember 2009 erstmals vom Kreistag gewählt. Seit dem 1. Februar 2010 ist er offiziell im Amt. Er folgte damit auf Hans-Werner Köblitz. 2017 wurde Riegger für eine zweite Amtszeit wieder gewählt.

Er ist in Sigmaringen geboren, 63 Jahre alt und CDU-Mitglied. Riegger ist Diplom-Verwaltungswirt (FH). Er arbeitete ab 1989 in verschiedenen Rollen für die Landesregierung, unter anderem als Referent des damaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel.

Von 2000 und 2004 war Riegger Finanzbürgermeister von Kirchheim unter Teck. Er kandidierte dort auch als Oberbürgermeister, verlor diese Wahl aber. Er verließ Kirchheim Richtung Sindelfingen. Dort wurde Riegger 2004 vom Sindelfinger Gemeinderat als Nachfolger von Andreas Schütze zum Ersten Bürgermeister gewählt. 2010 erfolgte der Wechsel in den Kreis Calw.

Es braucht die absolute Mehrheit

Dort kandidiert er am 3. November nun für seine dritte Amtszeit als Landrat. Riegger muss dafür die absolute Mehrheit – also mehr als 50 Prozent – der Stimmen des Kreistags bekommen.

Riegger darf sich in dieser für die Wahl eigens einberufenen Kreistagssitzung dem Gremium 15 Minuten in einer Rede vorstellen. Anschließend dürfen die Kreisräte ihn 15 Minuten befragen.

Auf diese Regularien einigte sich der Wahlausschuss. Anschließend schreiten die Kreisräte zur geheimen Wahl. Bekommt Riegger keine absolute Mehrheit, gibt es einen zweiten Wahlgang. In einem dritten Wahlgang reicht die einfache Mehrheit.

Amtseinsetzung im Januar geplant

Sollte Riegger gewählt werden, fände am 26. Januar die Amtseinsetzung statt. Am 1. Februar begänne offiziell seine dritte Amtszeit. Die dauert bei einem Landrat in Baden-Württemberg acht Jahre. Spätestens mit Vollendung des 73. Lebensjahres muss ein Landrat sein Amt abgeben. Bewerber müssen zwischen 30 und 68 Jahre alt sein und die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Riegger wäre am Ende seiner dritten Amtszeit 71 Jahre alt.

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