Kultur im Freien
: „But Stones“ rocken die Wildberger Schlossanlage

Bei der vierten Runde von „Kultur im Freien“ in Wildberg rockte die Rolling-Stones-Tribute-Band „But Stones“ die Bühne. Sogar aus Manchester waren Fans angereist.
Von
Aylin Kaya
Oberndorf
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Lebendig, fesselnd, mitreißend. Sänger Klaus lässt mit dem Publikum das Tanzbein schwingen.

Aylin Kaya

Wildberg: Die Stadt explodierte. Kein leiser Sommerabend, sondern ein elektrisierender Sturm aus Riffs, Refrains und Rock-’n’-Roll-Realness. Die „But Stones“, eine Tribute-Band mit Charakter, entfachten im Schlossareal bei „Kultur im Freien“ eine Klangwelle, die durch Körper und Herzen raste – ehrlich, handgemacht, kompromisslos.

Die Bühne: leuchtend wie ein Fiebertraum. Das Publikum? Im Ausnahmezustand. Die Musik: alles – nur kein Playback der Vergangenheit.

„Nothing else but Stones” – mit Feuer in der Seele

Sänger Klaus-Peter Altstaedt, ungekünstelt, charismatisch, vorneweg – keine Kopie von Mick, sondern ein Original mit Haltung, erzählt im Gespräch mit unserer Redaktion: „Ich bin kein Jagger – ich mach mein eigenes Ding. Aber die Energie ist dieselbe.“ Und wie.„Jumping Jack Flash“, „Miss You“, „Angry“, „Street Fighting Man“ – jeder Song ein Zünder, jeder Akkord ein Aufbruch. Zum Finale dann „Like a Rolling Stone“ – keine Covernummer, sondern ein Bekenntnis.

Das Schloss bebte – und alle sangen. Da war Gänsehaut garantiert.

Da standen keine Imitatoren – da stand eine Band mit Geschichte und Groove: Klaus-Peter Altstaedt (Gesang), Harry Weiss (Gitarre, Harp, Gründungsblut), Frieder Blum (Gitarre), Werner Conle (E- & Akustik-Gitarre), Mathias Frank (Keys, Hammond, Piano), Oliver Brandl (Drums) und Christine Herzog (Percussion, Zweitstimme) wurden von Gastmusiker Bastian Kuthe am Saxofon soulig ergänzt.

Das Schlossgelände war voll wie bei einem Festival.

Foto: Aylin Kaya

Und Werner Conle sagt: „Diese Band ist mein Stützpunkt. Ohne sie hätte ich eine schwere Phase nie so überstanden.“ Genau das haben alle gespürt, wie echt das alles ist. Hier geht’s nicht um Show. Hier geht’s ums Leben.

Die Fans: Stammgäste im Herzen. Ralf Völler, Erhard Miller und Michael Winkler kamen aus Stuttgart, aus Leonberg – wie jedes Mal.: „Wenn du die Augen schließt, denkst du, da oben stehen die echten Stones. Nur besser greifbar.“

Birgit Siegel ist begeistert: „Ich tanze seit 30 Jahren zu dieser Musik. Und heute wieder. Entweder man wächst – oder man wird zusammen alt.“

Fans kommen sogar aus England nach Wildberg

Und dann: die Girls der jüngeren Generation. Steffi Schien, Tanja Kieferle, Ellen Burress, Jennifer Romain – und Camilla Browne, die für diesen Abend extra aus Manchester eingeflogen kam. „We are old souls – and we love old music. The 60s and 70s? That’s our thing.“ Sag noch mal einer, Rock ist tot.

Schlossglühen, Schweinerücken, Saxofon

Die Atmosphäre? Ein Gemälde in Strom und Licht. Das Schloss glühte, das Publikum tobte, die Nacht vibrierte. Die Sitzreihen waren fast überflüssig. Die Leute standen, tanzten, brannten.

Für kulinarische Rock’n’Roll-Versorgung sorgten die Ehrenamtlichen der Vereine Wildberg e. V. Bürger- & Gewerbering und der Förderverein Schäferwagen-Hotel Wildberg mit Pommes, Schweinerückensteak und Mozzarella-Spieß.

Rock war bei den Zuschauern angesagt.

Foto: Aylin Kaya

Klaus Zimmermann (von der federführenden Event-Media-Tec und Organisator von „Kultur im Freien“): „Die Zusammenarbeit mit der Stadt war butterweich. Alles hat hervorragend geklappt. Alle helfen. Das macht diese Events so besonders.“

Nicht nur das Echo im Ohr. Nicht nur ein verschwitzter Kragen und ein breites Grinsen. Was bleibt, ist ein Gefühl: Rock lebt. Und die But Stones lassen ihn nicht nur leben – sie hauchen ihm Seele ein.

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