Konzert in Altensteig
: Christophorus-Kantorei zaubert Weihnachtsstimmung

Kurz vor Weihnachten brachte die Christophorus-Kantorei eine tief bewegende Atmosphäre in die Altensteiger Stadtkirche.
Von
Maria Kosowska-Németh
Oberndorf
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Die Christophorus-Kantorei begeisterte in der Altensteiger Stadtkirche.

Maria Kosowska-Németh

Das vor einem Konzert übliche Stimmengewirr verstummte sofort, als in dem voll besetzten Raum das Licht ausging und die Choristen mit kleinen Leuchten in den Händen und dem anonymen „Veni, veni Emmanuel“ aus dem 13. Jahrhundert auf den Lippen ihr Weihnachtskonzert im hinteren Teil der Kirche begannen.

Dann nahm die junge Schar Stellung vor dem Altar und im Dunkeln, nur mit Scheinwerfern beleuchtet sang sie einige älteste und bekannteste Lieder – unter anderem „Machet die Tore weit“, „Übers Gebirg Maria ging“ und „Tochter Zion“. Der sanft fließenden und gleichzeitig suggestiven Gestik von Carina Engel folgend hob die Kantorei die Faktur der barocken Vielstimmigkeit plastisch hervor und ließ auch in anderen Weihnachtsweisen ein homogenes und vielfarbiges Klangbild entstehen.

Hervorragende Interpretation des „Lux Aurumque“

Einige Lieder – ob a capella oder mit Orgelbegleitung von Matthias Hinderer – besetzte die Chorleiterin mit auffallend sauberen Solostimmen, die der Chor in einen gefühlvollen Rahmen einfasste. Für die hervorragende Interpretation des „Lux Aurumque“ (Eric Whitacre) gebührt der gesamten Kantorei ein Sonderlob.

Mit zwei ergreifend schönen Solo-Beiträgen schmückte die Stimmbildnerin des Christophorus-Gymnasiums Jeanette Bühler das Konzertprogramm aus. Zu delikaten Orgeltönen bezauberte sie das Publikum in „Heil’ge Nacht“ (Josef Gabriel Rheinberger) und „Oh Holy Night“ (Adolph Adams) mit ihrer ausdrucksstarken und zugleich wärmenden Sopran-Stimme.

Auch die Besucher stimmten mit ein

In die besinnliche Stimmung der „Stillen, Heiligen Nacht“, an der sich auch Stimmen der Zuhörer bei „Es ist ein Ros’ entsprungen“ beteiligten, mischte sich Freude über die Geburt des Gotteskindes. Jedes Herz schlug höher, als der Chor die Glockenklänge in „Carol of the Bells“ mit glänzender Präzision imitierte und den swingenden Charakter des “Goin’ to Bethlehem“ mit vitaler Bewegung und Gestik verstärkte.

Eine Stunde lang vernahm man keinen Beifall in der im Schweigen und Nachdenklichkeit versunkenen Kirche. Erst nach dem abschließenden, von allen Anwesenden gepriesenen „Oh du fröhliche“ kam es zum Ausbruch der Emotionen. Mehrmals verbeugten sich die Christophorus-Kantorei und ihre Leiterin Engel vor dem frenetisch applaudierenden Publikum und bedankten sich für die Ovation im Stehen – die den Chor auch beim Auszug aus der Kirche begleitete – mit zwei weihnachtlichen Zugaben.

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